Aktiv im Ruhestand – Die goldene Zeit wunderbar gestalten!

Wir Menschen freuen uns ab einem gewissen Alter größtenteils auf den Ruhestand. Die Zeit der Arbeit ist für uns vorbei oder sie wird bald vorbei sein. Ob nun Maloche am Band oder Manageretage mit eigenem Büro: Meistens war der Beruf mit Stress verbunden. Wenn du im Ruhestand bist, dann kannst du sagen: Diese Sorte Stress gehört der Vergangenheit an. Sicherlich hast du dir viele Gedanken gemacht, was du in dieser Zeit alles unternehmen wirst, Pläne geschmiedet und viel geträumt, wie dein Dasein als Rentner gestaltet werden soll.

Jetzt ist die Zeit gekommen, um all das zu tun, was bisher immer warten musste: Vielleicht hast du als Ruheständler die Vorstellung, möglichst viel in die dir noch verbleibende Zeit zu quetschen. Mit diesem Artikel helfen wir dir dabei, den Ruhestand so zu gestalten, wie es für dich ideal ist.

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Die erste und wichtigste Regel: Empty-Desk-Syndrom vermeiden!

Was auf den ersten Blick wie ein Scherz klingt, ist für viele Senioren ein ernsthaftes Problem: Nach den ersten Tagen und Wochen der neuen Freiheit tritt plötzlich ein Gefühl der Leere und der Nutzlosigkeit ein, und schnell begreift der frischgebackene Rentner, dass ihm die Arbeit fehlt. Das klingt ja nun wirklich bizarr, ist jedoch keine Überraschung. Überlege ruhig einmal, welche Aspekte der Arbeit plötzlich verschwinden:

  • Anerkennung und Erfüllung
  • Viele Freunde und soziale Kontakte
  • Identifikation mit dem Unternehmen und dessen Produkten
  • Wertvolles Fachwissen, welches nun an Nutzen verliert
  • Durch Beruf geregelter Tagesablauf

Der letzte Punkt ist mit Sicherheit der wichtigste: Als Ruheständler kannst du schnell in die Falle laufen, erst einmal die Füße hochzulegen und gar nichts zu machen. Wenn dann die Schwere des Empty-Desk-Syndroms eintritt, kommst du nicht mehr in Fahrt, und alle Pläne, aktiv den Ruhestand anzugehen, werden erst einmal verschoben.

In der Übergangszeit hilft es, wenn du dir einen Plan machst; nur so lange, bis du dich an die Freiheit gewöhnt hast. Dieser Plan sollte Aufstehen, Frühstücken, Zähneputzen, Frühsport und alles weitere für einen geregelten Tagesablauf beinhalten. Für andere Aspekte, die dir fehlen, gibt es reichlich Alternativen:

  • Dir fehlen die Kollegen und Kolleginnen? Werde aktiv in Vereinen oder im Sport!
  • Du möchtest etwas Sinnvolles oder sogar Produktives tun? Werde ehrenamtlich tätig!
  • Dir fehlt das Geld aus Deinem vorigen Einkommen? Du kannst auch im Ruhestand noch zusätzliches Geld verdienen!

Bei alledem lohnt sich ein tieferer Einblick bei uns in diese Kategorie, wo wir dir genauestens erklären, welche Aktivitäten im Alter in Frage kommen: Vom Sport über künstlerische Tätigkeiten bis hin zu Gesellschaftsspielen und Generationen vereinigenden Ausflügen. Dabei haben wir Vorschläge für jeden Typen! Stöbere gern die Kategorie näher durch!

Die ganz grobe Planung überdenken

Der Ruhestand wird zur schönsten Zeit, wenn er eine grobe Richtung hat. Manches davon ist schon vorgegeben: Es spielt bei der Planung beispielsweise eine große Rolle, ob Du in einer Lebenspartnerschaft lebst oder allein. Natürlich muss auch bedacht werden, wie sehr du deinen Körper belasten kannst; zum Beispiel mit Sport oder ob du gesundheitliche Einschränkungen hast und Alternativen finden musst.

Im Ruhestand kannst du machen, was du willst, und manche Ideen krempeln das ganze Leben um. Wiederum andere sind eine Fortsetzung des vorigen Lebens. Stelle dir einfach ein paar Fragen und mache dir Gedanken über die folgenden Dinge:

  • Planst Du ein ganz neues Ding, zum Beispiel ein Hobby oder eine Sportart?
  • Willst Du Geschäfte machen und Dein eigenes Business gründen?
  • Willst Du alles umkrempeln und Dich als Mensch völlig neu erfinden?
  • Zieht es Dich in die Ferne, und Du wirst ab jetzt die Welt bereisen?
  • Oder lieber gleich Deinen kompletten Wohnsitz verlegen, vielleicht sogar ins Ausland?
  • Was wolltest Du unbedingt noch mit Kindern, Enkeln, Geschwistern unternehmen, solange es noch geht?
  • Hast Du Dir Dein Dasein als Ruheständler wie eine große Pause vorgestellt, in der Du nur noch das machst, was Dir guttut?

Empty-Desk-Syndrom und grobe Planung: Dies sind die beiden wichtigen Dinge, die Du am besten schon vor dem ersten Tag als Rentner überlegst, denn jetzt geht der unterhaltsame Teil los!

Aktiv im Ruhestand: Taten statt Worte!

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Wenn du die Rentenzeit nicht absitzen, sondern aktiv leben willst, dann sind geplante Projekte das A und O! Neue Hobbys stehen deshalb in der Liste der beliebtesten Aktivitäten im Ruhestand ganz oben. Neben der reichlichen Zeit, die dem Rentner zur Verfügung steht, ist noch ein weiterer Aspekt wichtig: Die Kinder sind aus dem Haus und leben selbständig, damit fallen viele auch finanzielle Verpflichtungen weg. Vielleicht kommen noch ein paar Versicherungen oder Sparverträge zur Auszahlung. Verhältnismäßig teure Hobbys sind dann möglich, an die vorher sowohl aus Zeit- als auch aus Geldgründen nicht zu denken war.

Aber es gibt auch reichlich Hobbies, die kostenlos sind– ganz im Gegenteil: Als Rentner kannst du sogar Hobbys finden, mit denen du noch Geld verdienst. Das glaubst du nicht? Dann denke mal an die vielen Dinge, die ein enormes Wissen erfordern, wenn du sie richtig betreiben willst. Zum Beispiel: Ein Briefmarkensammler kann einfach Marken einkaufen und in ein Album stecken. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Nämlich ermöglicht ihm die andere Seite der Medaille, dank des Internets über das Geld verdienen mit Briefmarken zu lernen. Er nutzt dieses Wissen für lukrative Geschäfte, in dem er die eine Marke, die am Ort A günstig zu erwerben ist, einem Sammler an Ort B verkauft, dem genau diese Marke noch fehlt. Das gleiche funktioniert auch mit Käfersammlungen und Blechspielzeug.

Vielleicht hast Du eine künstlerische Ader? Schreiben, malen, stricken oder nähen: Auch diese Dinge sind kostenlos. Des weiteren aber bieten sie dir die Chance, mit dem Verkauf der eigenen Werke Geld zu verdienen.

Wenn Du Anregungen zu einzelnen Hobbys suchst, dann steht dir unsere Plattform mit zahlreichen weiteren Artikeln diesbezüglich als Informationsquelle zur Verfügung!

Die Zeit für Andere investieren

Die größte Befriedigung bringt aber ohne Zweifel die Zeit, die du hergibst, um anderen zu helfen. Können nicht deine Kinder gerade jetzt Unterstützung brauchen? Beim Hausbau, beim Autokauf oder im Garten? Hast du nicht über Jahrzehnte angesammeltes Wissen, das du liebevoll und geduldig an die Enkel weitergeben möchtest? So pflegst du den Familienzusammenhalt und wirst zudem von allen Seiten für dein Können gelobt und geliebt!

In deiner direkten Nachbarschaft gibt es sicherlich ebenso eine Menge zu tun. Fast jeder Mensch hat heutzutage etwas, das liegenbleibt, weil keine Hilfe verfügbar ist; Menschen, die manche Arbeiten nicht erledigen können, weil sie allein oder sind oder aber sich einfach mit einer Sache nicht auskennen. Im Internet haben sich inzwischen mehrere Portale für Nachbarschaftshilfe etabliert, in denen du diejenigen Dinge als Hilfestellung anbieten kannst, die du selbst gut beherrschst. Diese Arbeit wird nicht bezahlt, dafür haben aber die meisten Websites dieser Art ein System, nach dem du ebenfalls Hilfestellungen in den Bereichen bekommen kannst, in denen du nicht mehr weiterweißt.

Wenn du bereit bist, ehrenamtlich Hilfe zu leisten, wirst du immer mit offenen Armen empfangen. Ob in Vereinen oder in wohltätigen Organisationen: Fähige und willige Mithelfer sind überall hoch im Kurs. Nebenbei lernst du bei solchen Tätigkeiten massenweise gleichgesinnte Menschen kernen.

Fazit

Aktiv im Ruhestand zu sein, ist eine gut zu bewältigende Aufgabe. Hier erweist du dich bei einer Reihe an Aktivitäten als Gutmensch und Samariter. Wiederum bei der anderen Reihe an Aktivitäten bist du der Unternehmer im hohen Alter. Was auch immer du suchst und machen möchtest: Für Aktivitäten im Ruhestand gibt es etliche Optionen, über die wir von Alterix dich in den weiteren Artikeln dieser Kategorie genauestens informieren. Also nichts wie los, um die neuen Talente zu entdecken!

Kommentar von Susanne M. |

Was spricht dagegen, nach dem Eintritt in den Ruhestand zunächst einmal zwei bis drei Wochen lang die Füße hochzulegen? Vielleicht magst du dir ja selbst einen Stichtag setzen, an dem du (wieder) aktiv wirst.
Die Zeit der Muße kannst du sinnvoll nutzen, indem du dich informierst, welche Möglichkeiten es in deiner Umgebung gibt. Du kannst dir auch zehn Dinge überlegen, die du schon lange gern tun würdest, bisher aber aus Zeitmangel nicht angehen konntest oder wolltest.
Und falls es dir an Ideen mangelt: Mehrgenerationenhäuser gibt es fast in jeder Stadt oder Gemeinde. Sie bieten u. a. eine Begegnungsstätte für Alt und Jung, Bildungs- und Bewegungsangebote etc.

Quelle:
https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/

Kommentar von VJ |

Während viele Frauen mit dem Empty Nest Syndrom zu kämpfen haben, kommt das Pendant der Männer meist etwas später, wenn sie in Rente gehen mit dem Empty Desk Syndrom. Vor allem Menschen in Führungspositionen haben angeblich mit diesem Phänomen zu kämpfen. Allerdings meinte ein Psychologe, ein Freund meiner Eltern, dass gar nichts gegen eine Auszeit nach der Rente zähle. Man könnte diese ja begrenzen und wie einen Urlaub ansehen, um dann später wieder zur Routine zurückzukehren mit den von Ihnen beschriebenen Aktivitäten und Aufgaben.

https://lexikon.stangl.eu/30141/empty-desk-syndrom
https://alterix.com/de/aktiv-leben/alltagsherausforderungen/aktiv-im-ruhestand-die-goldene-zeit-wunderbar-gestalten-1049.html

Kommentar von MS |

Meiner Meinung nach ist das Empty-Desk-Syndrom keinesfalls geschlechtsspezifisch. Schließlich arbeiten auch viele Frauen bis zu ihrem regulären Renteneintrittsalter.
Gegen eine zeitlich begrenzte Auszeit spricht meiner Meinung nach nichts. Doch wer danach nichts Sinnvolles mit sich anzufangen weiß, läuft Gefahr, in ein psychisches Loch zu stürzen.
Umso schöner ist es, wenn du erwachsene Kinder oder Nachbarn hast, die sich über deine Unterstützung freuen. Aber Achtung: dränge deine Hilfe nicht auf, wenn du merkst, dass sie nicht willkommen ist. In so einem Fall suchst du besser nach Möglichkeiten, dich ehrenamtlich zu engagieren, z. B. in der Flüchtlingshilfe oder als Leihoma bzw. -opa.

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