Das Geheimnis einer glücklichen Beziehung

Wie kommt es, dass viele Paare im besten Fall „zufrieden“ sind, aber nur wenige wirklich richtig glücklich? Hier erhältst du keine 0815 - Tipps für eine glückliche Beziehung, sondern liest, wie du die perfekte Welle reitest und auf welches Detail du beim Partner-fürs-Leben-Finden von Anfang an achten solltest.

Der US-Psychologe und Beziehungsanalyst Dr. John Gottman hat in den 1970er Jahren herausfinden wollen, was das Geheimnis glücklicher Paare ausmacht und hat dazu viele Paare begleitet und befragt: Eingangs, als sie frisch verliebt waren und dann noch einmal sechs Jahre später. Er machte eine erstaunliche Entdeckung. Die Paare, die miteinander noch eine glückliche Beziehung führten , teilten die Eigenschaft, großzügig miteinander zu sein. Aber was heißt das genau? Großzügigkeit in der Partnerschaft bedeutet, beide verschenken sich selbst aneinander und zwar mit dem, was uns kostbar ist:

  • Zeit
  • Aufmerksamkeit
  • Zugewandtheit mit allen Sinnen

Letzteres zeigt sich darin, dass sie einander wirklich zuhören, sie kommunizieren intensiv und authentisch, sie kuscheln viel, sie unterstützen sich. Dazu gehört auch, dass sie die emotionalen Bedürfnisse des anderen kennen und sie wichtig nehmen. Und das fällt den glücklichen Paaren auch nicht schwer, ist also keine disziplinierte Angelegenheit oder Pflicht, sondern etwas, das sie gerne tun, um einen strahlenden Partner an ihrer Seite zu wissen. Glückliche Paare haben sich irgendwann in einer frühen Phase der Beziehung die Frage aller Beziehungsfragen gestellt:

„Ziehen wir in dieselbe Richtung?“

Wer dabei herausfindet, dass dies nicht der Fall ist, weil beide in einer komplett anderen Welt unterwegs sind und obendrein auf komplett andere Ziele in der Partnerschaft  oder im Leben zusteuern, sollte sich noch einmal gründlich überlegen, ob diese Beziehung wirklich glücklichen machen kann. Was nicht heißt, dass ihr dabei nicht auch sehr unterschiedlich sein dürft.

Wie du eine glückliche Partnerschaft in dein Leben holst

These: Du kannst nur das in deinem Leben erfahren, was du dir auch vorstellen kannst.

Deshalb ist die innere Vorbereitung der Anfang einer richtig guten Partnerschaft. Solange du nicht wirklich weißt, was genau du erleben möchtest, übernimmt der Autopilot in dir die Führung und erschafft immer wieder das, was du bereits kennst. Besonders in fortgeschrittenen Jahren.

Kennst du deine inneren Antriebskräfte?

Wie in der Metapher vom Gärtner, der seine Samen in die Erde setzt und hegt und pflegt, beginnst du am besten auch mit dem Säen der Samen. Das bedeutet, dass du das Bild deiner glücklichen Beziehung tief in deinem Unterbewusstsein verankerst. Denn dein Unterbewusstsein macht etwa 90 Prozent deiner Antriebskräfte aus, also musst du es mit den richtigen Bildern füttern, damit es weiß, was es für dich tun soll.

Wähle, was du in deiner Beziehung wirklich erleben willst und wenn diese Wahl sich in deinem Unterbewusstsein verankert, verändert sich deine Ausstrahlung und dein Verhalten. Damit fühlen sich dann die Menschen von dir angezogen, die ähnlich ticken und Ähnliches wollen.

Visualisierung ist der Schlüssel. Mal dir aus, wie sich das anfühlt mit deinem Partner durchs Leben zu gehen, was genau ihr tut und wie ihr dabei miteinander umgeht. So kannst du dein Unterbewusstsein für eine neue erfüllende Möglichkeit vorbereiten. Wenn du weißt, was du brauchst, um eine wirklich glückliche Beziehung zu führen, scheue dich nicht davor, den oder die Auserwählte charmant daraufhin  abzuklopfen. Folgendes ist dabei wichtig:

  • Ein Mindestmaß an gleichen Sichtweisen und Werten
  • Vertrauen
  • Gemeinsame Interessen, Perspektiven,  Überzeugungen             

Folge diesem Link, wenn du erfahren möchtest, was du konkret unternehmen kannst, um jemanden zwanglos kennenzulernen oder mit deinem Date gemeinsam etwas zu unternehmen.

Wie viele Regeln in der Beziehung braucht es?

Regeln in der Partnerschaft engen immer auch ein Stück weit ein, das weißt du sicher aus Erfahrung. Aber so ganz ohne Regeln geht es in einer glücklichen Partnerschaft auch nicht, eben weil jeder von euch ein gestandenes Individuum ist, das seine eigenen Sichtweisen, Grenzen und Bedürfnisse hat. Das heißt, die Absprachen, die ihr getroffen habt, müssen unbedingt eingehalten werden, sonst kommt es zu einem Vertrauensverlust und negativen Gefühlen. Häufen letzte sich an, ist es schnell vorbei mit dem Glück zu zweit.

Wer deine Grenzen nicht achtet, respektiert dich auch nicht wirklich. Meistens ist das allerdings keine Absicht, sondern geschieht unbemerkt. Mitunter sind unsere Grenzen als Kind missachtet worden und dann fühlt es sich normal an, als Opfer aber kompensatorisch auch als Täter.

Beginne von Anfang an, deine Grenzen in der Partnerschaft klar  zu machen, also das, was ein absolutes No-Go ist. Nebenbei noch steigert es deinen Wert als Partner in den Augen des anderen. Wer für sich und seine Werte eintritt, beweist, dass er/sie so etwas wie Würde besitzt. Was sind für dich die drei Dinge, die dir in einer guten Beziehung wichtig sind? Genau das sind die Grundregeln in der Beziehung, die ihr braucht. Und das war es auch schon, denn mehr  Regeln als nötig führen zu diesem Gefühl von Muss und Enge, den Glückskillern schlechthin.

Tanz die Balance zwischen Nähe und Distanz

Eine gute Beziehung braucht beide Flügel zum Abheben: Licht und Schatten. Den Fokus aufs Licht richten ist die Basis, ihr wollt das Schöne und Angenehme. Kreiert also miteinander eine Vision. Wie wollt ihr einander sehen und miteinander umgehen? Wie fühlt sich das an und was tut ihr? Welche Gesten und Signale tun euch gut? Einigt euch darauf, sie euch für einen bestimmten Zeitraum zu gönnen.Und da es kein Licht ohne Schatten gibt und die Schatten uns erst für das Licht öffnen, empfiehlt es sich, auch einmal kurz im Mist zu wühlen.

  • Erzählt euch auch einmal:
  • eure Zweifel am anderen
  • welche seiner/ihrer Schwächen nerven
  • wo ihr euch ausgebremst oder geschwächt fühlt
  • wo ihr euch vom anderen nicht gesehen und unterstützt fühlt
  • wo euch etwas fehlt

 Gibt es etwas an eurer schönen Beziehungsvision zu korrigieren?

Du kannst viel mehr als du denkst

Glückliche Paare sind sich also ihrer Selbstverantwortung bewusst, was jede(r) braucht und was sie zusammen wollen. Und sie stehen dafür ein. Jeder hat von sich heraus darauf Lust. Es funktioniert nicht, jemanden zu zwingen oder es von ihm einfordern. Wenn der andere nicht mitspielen will, bleibe freundlich, aber wisse, du hast ein Recht darauf glücklich zu sein. Es liegt in deiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass du mit dem Menschen zusammenkommst, der ein natürliches Bedürfnis verspürt, dich in deiner Entwicklung zu fördern.

Zum Schluss ein Experiment für dich, das deine Verbindung tausendfach stärken kann, wenn du magst.

Die nebenstehende Regel zur Lebensgestaltung 23,5 Stunden am Tag Eine halbe Stunde am Tag
erfordert etwas Mut und Disziplin. Die sind der Preis für den tausendfachen Gewinn. Probiert es doch einmal zwei Wochen lang aus. … stärkend miteinander kommunizieren! Wertschätzen, Komplimente machen, bekräftigen, wünschen, danken, begeistern etc. … könnt ihr zurückgehaltene Botschaften auf den Tisch legen. Das bedeutet: jeder von euch hat 15 Minuten Zeit, Dampf abzulassen und Kritik zu äußern.

Nach der halben Stunde Kritik dann bitte wieder nur stärkend kommunizieren. Und wenn es eurer Beziehung guttut, macht eine Gewohnheit daraus. Und vergesst nicht, die kleinen und großen Momente der Zuneigung nach Lust und Laune zu zelebrieren, am besten täglich. Es ist immer noch mehr möglich, als möglich scheint.

Quellen

Handbuch „Die Kunst lebendiger Beziehungen“ /Kurs Love Revolution von Veit Lindau
https://www.jolie.de/sex/gemeinsamkeit-von-gluecklichen-paaren

Kommentar von Susanne M. |

Meiner Ansicht nach sind es vier Dinge, die unerlässlich für eine glückliche Beziehung sind, und zwar Zuneigung, Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Respekt. Vertrauen bedeutet auch, sich ganz auf den Partner und die Beziehung einlassen zu können, ohne ständig zu vergleichen oder negative Gefühle und Erfahrungen, die man in früheren Partnerschaften gemacht hat, auf die aktuelle zu übertragen. Respekt heißt u. a., die Grenzen des Partners wahrzunehmen und darauf Rücksicht zu nehmen.
Gemeinsame Interessen und Überzeugungen sind ebenfalls wichtig, denn sie schweißen Paare zusammen.

Quelle:
https://www.brigitte.de/liebe/beziehung/altlasten--diese-4-beziehungspaeckchen-tragen-wir-alle-mit-uns-herum-11708940.html

Kommentar von VJ |

Eigentlich weiß man die Grundsätze einer erfüllten und glücklichen Beziehung. Denn sie sind einem vom gesunden Menschenverstand schon vorgegeben. Doch für mich ist das Wichtigste, dass man mit sich selbst im Reinen ist. Das ist zwar ab einem gewissen Alter nicht mehr so einfach, denn jeder hat sein Päckchen zu tragen und eine Vergangenheit zu bewältigen. Doch eine glückliche Beziehung ist für mich auch eine Beziehung auf Augenhöhe, in der man auch mal nicht die Erwartungen des anderen erfüllen darf, sich also zum Beispiel verletzlich zeigen darf und es passiert gar nichts.

Kommentar von Susanne M. |

Dem kann ich nur zustimmen. Wer stets darauf bedacht ist, die Erwartungen seines Partners zu erfüllen, läuft Gefahr, die eigenen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Und das kann nicht gesund sein.
Während beispielsweise der eine am liebsten jede freie Minute mit dem Liebsten verbringen möchte, braucht der andere möglicherweise auch mal Zeit für sich. Dann gilt es, einen Weg zu finden, mit dem beide leben können.
Wer in seinen bisherigen Beziehungen nur oder überwiegend Negatives erlebt hat, dem fällt es schwer, sich vertrauensvoll auf sein Gegenüber einzulassen. Und so kann es sein, dass er seinem sehnlichsten Wunsch, einer glücklichen Partnerschaft, selbst im Weg steht.

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