Büffetschränke – Bauart, Material und Pflege

Überblick über moderne Büffetschränke. Aus welchem Material bestehen sie und wie werden sie gepflegt? Welcher Schrank eignet sich für dich?

Inhaltsverzeichnis

Bauweise moderner Büffetschränke

Die Schränke basieren auf den typischen Anrichten der Gründerzeit, aber sie haben die Funktion, Speisen darauf bereitzustellen, weitgehend verloren. Heute ist es eher üblich, Mahlzeiten direkt auf dem Esstisch anzurichten. In kaum einem Haushalt gibt es noch Personal, das die Gäste bedient und das Essen serviert. Selbstbedienung ist angesagt und natürlich steht das Essen daher griffbereit auf dem Tisch, statt etwas entfernt auf einer Anrichte.

Moderne Büffetschränke sind daher oft nicht zweiteilig, mit einer Ablagemöglichkeit auf dem Unterschrank vor oder zwischen Teilen des Oberschranks. Der Platz wird nicht mehr benötigt. Es bleibt aber eine typische optische Unterteilung in Unterschrank und Oberschrank.

  • Der untere Teil ist meist ein Schrank mit Türen und Schubladen. Er dient als klassischer Stauraum, in dem du viel unterbringen kannst. Dank der geschlossenen Bauweise bleibt der Inhalt den Blicken verborgen.
  • Der obere Teil dient der Präsentation. Es ist offen gestaltet. Oft gibt es Regale mit vielen kleinen Fächern oder Glastüren. Typisch ist, dass dieses Teil eine geringere Tiefe hat als das Unterteil. So entsteht ein Absatz zwischen diesen beiden Elementen.
  • Als Besonderheit sind oft Flaschenregale integriert oder viele kleine Schubladen, die sich ausgezeichnet dazu eignen, Kleinteile unterzubringen.

Typische Stilelement von Büffetschränken

Die manchmal lediglich 150 bis 180 Zentimeter hohen Schränke zeichnen sich durch Fronten aus, die mit Liebe zum Detail gestaltet wurden. Schranktüren in Kassettenoptik und Möbelgriffe, die das Design unterstreichen, gehören einfach zu den Schränken. Einheitliche glatte Fronten sind für die Schränke untypisch.

Dagegen ist Holzoptik immer vorhanden, oft bestehen die Schränke zumindest zum Teil aus Massivholz oder aus Teilen, die wie massives Holz wirken. Auch haben die Büffetschränke immer einen rustikalen Look. Einige wirken wie aus Latten gezimmert. Genau das macht den Charme dieser Möbel aus.

Mit einem Büffetschrank setzt du Akzente. Er muss daher nicht unbedingt zum Stil deiner vorhandenen Einrichtung passen. Er nimmt einer etwas schwülstigen Möblierung wie sie oft in den ausklingenden 1970ern üblich war das Kitschige oder bringt eine wohnliche Atmosphäre in die kühle Sachlichkeit des Industrialstyles.

Veränderung der Möbel

Der Bau der Möbel hat sich mit der technischen Entwicklung stark verändert. Als die Handwerker das Holz noch mit Äxten und Handsägen in Form bringen mussten, bestanden die Möbel aus dicken Bohlen. Mit dem Aufkommen von Sägen, die über einen Antrieb verfügten, wurden die Möbel leichter, denn nun konnten die Schreiner dünne Bretter als Baumaterial verwenden.

Typische waren weiterhin massive Möbel, die aus einer bestimmten Holzart gefertigt wurden. Etwa seit 1900 werden beispielsweise Möbel für Küchen und Kinderzimmer aus Nadelhölzern wie Fichte, Kiefer und Pinie, aber auch aus Pappel oder Linde gefertigt. Geölt sehen solche Weichholzmöbel edel aus, weil die Behandlung die Maserung betont. Trotzdem wurden die Möbel oft farbig lackiert.

Auf Flohmärkten findest Du oft Büffetschränke, die mit zahlreichen Lackschichten versehen sind. Diese zeugen unter anderem vom wechselnden Zeitgeschmack. Die untersten Schichten sind im Farbton Elfenbein behalten, in den ausklingenden 1950ern bekamen die Möbel einen Anstrich in den damals angesagten Pastelltönen rosa und hellblau. Ab den 1970ern klebten fröhlich bunte "Prilblumen" auf den Schränken, die gerne auch einen neuen Anstrich in Orange oder Braun bekamen.

Hinweis
  • Prilblumen sind einfache geometrische Figuren aus Kreiselementen in verschiedenen, auffällig bunten Farben im Stil der Pop-Art, die stilisierte Blütenblätter darstellen.
  • Die Blüten des Grafikers Friedrich Probst wurden 1972 im Rahmen der Werbekampagne „Fröhliche Küche“ den Spülmittelflaschen der Marke „Pril“ als Aufkleber beigefügt.
  • Sie sollten das Image des Spülmittels im Sinne der Flowerpower-Bewegung moderner gestalten.

Vermutlich klebt auf jedem Büffetschrank der in diesen Jahren in einer Küche stand, mindestens eine der Blumen.

Fertigung der Möbel

Für die „gute Stube“ mussten es aber Möbel aus Hartholz sein. Diese fertigten die Handwerker aus Eiche. Obstbäumen und Nussbaum in den letzten Jahrzehnten auch aus exotischen Hölzern wie Palisander und Teak.

Natürlich spielt auch das Einkommen der Menschen eine große Rolle. Das Kleinbürgertum, die Landbevölkerung und auch die Arbeiter konnten sich keine Möbel aus Hartholz leisten. Daher kam der Trend auf Weichholz durch Lasuren oder Anstrich, die eine Holzmaserung imitierten, zu veredeln. Als die Technik es erlaubte, von Edelholz dünne Schichten abzuschälen, wurden furnierte Möbel beliebt. Die tragenden Teile bestanden aus Weichholz, darauf wurde eine papierdünne Schicht aus echtem Holz geklebt, welche die Farbe und die Maserung des Edelholzes hatte.

Heute werden Möbel meist aus großen Möbelbauplatten gefertigt, statt aus Brettern, die aus Stämmen geschnitten werden. Diese ermöglichen großformatige Zuschnitte, ohne auf die Größe der Stämme beschränkt zu sein. Außerdem sind die Werkstoffe oft billiger als Echtholz und lassen sich einfacher verarbeiten, da nicht auf die Richtung der Maserung geachtet werden muss. Als Dekor dienen nach wie vor oft Furniere aus echtem Holz, aber oft auch aus Kunststoff, die mit täuschend echt wirkenden Maserungen in vielen Holzfarben veredelt werden. Erst die Furniere aus Kunststoff ermöglichen die Fertigung von Großserien in einem einheitlichen Design. Alle Möbel einer Serie haben eine absolut identische Maserung.

Unterschiede bei den Bauplatten

Material Beschreibung Hinweise
Massivholz, Leimholzplatten einschichtig oder mehrschichtig verleimt,
als Brettsperrholz, in dickeren Brettlagen querverleimt
Wird selten für Möbel verwendet, eher im Baubereich.
Stabsperrholz (Tischlerplatte) stabförmig verklebte Platten aus Vollholz War früher ein häufig verwendetes Material im Möbelbau.
Furniersperrholz (FU) Multiplex-Platten querverleimte Furniere,
Multiplex-Platten haben bis zu 35 Furnierschichten
Die Platten werden häufig zum Bau von Möbeln verwendet, da sie robust und formstabil sind.
Biegesperrholz meist dreilagig verleimt,
die mittlere Schicht ist dünner ist als die äußeren
Das Holz kommt oft beim Bau von Stühlen mit geschwungenen Elementen um Einsatz.
Holzspanwerkstoffe Holzspäne, Leim und verschiedene Zusätze zu Platten gepresst P2 (meist als Spanplatte bezeichnet) wird für Möbel verwendet,
Grobspanplatte (OSB-Platte) und
Spanstreifenholz (LSL) ist eher Bauholz
Holzfaserplatten aus Holzfasern oder anderen faserhaltigen Pflanzen,
Stabilität durch Verfilzung der Holzfasern und holzeigenen Inhaltsstoffen,
Besonders mitteldichte Faserplatten (MDF) werden heute oft für den Möbelbau verwendet.

Was jeder über das Material wissen sollte

Das Material der Möbel hat Auswirkungen auf das Raumklima. Außerdem wirkt es sich auf die Robustheit und den Pflegeaufwand aus. Es ist daher wichtig, die Unterschiede zu kennen.

Überblick über das Material, aus dem Büffetschränke oft bestehen

Das Material der Möbel hat Auswirkungen auf das Raumklima. Außerdem wirkt es sich auf die Robustheit und den Pflegeaufwand aus. Es ist daher wichtig, die Unterschiede zu kennen.

Heute gibt es Büffetschränke aus:

  • Weichholz geölt: Naturbelassen und in der Regel mit bestimmten Pflanzenölen behandelt;
  • Weichholz gestrichen: Holzoberfläche ist durch Spachtel egalisiert worden, darauf befindet sich oft Lack, der keine Feuchtigkeit durchlässt;
  • Weichholz mit Edelholzfurnier: Das Weichholz wurde mit einer dünnen Schicht als echtem Holz beklebt;
  • Weichholz mit Edelholzfurnier und zusätzlicher Versiegelung mit Lack: Meist hochglänzende Furniere, die keine Feuchtigkeit durchlassen.
  • Hartholz: Je mach Holzart, naturbelassen oder geölt.
  • Spanplatte mit Holzfurnier: P2 Platten, auf denen meist beidseitig ein Furnier aus echtem Holz aufgeklebt wurde, manchmal zusätzlich mit Lack versiegelt.
  • Spanplatte mit Kunststoff laminiert: Da die Kunststoffe auch mit Struktur versehen sind, ähneln das Material echtem Holz
  • Mitteldichte Faserplatte (MDF) mit Holzfurnier: Meist beidseitig mit Furnieren aus echtem Holz versehen, selten mit Lack versiegelt.
  • Mitteldichte Faserplatte (MDF) mit Kunststoff laminiert: Beidseitig laminiert, Innenseite in der Regel einfarbig, außen wirkt das Material wie echtes Holz.
  • Mitteldichte Faserplatte (MDF) foliert oder bedruckt: Das Material kann individuell gestaltet werden.

Heute verwenden die Hersteller bei der Möbelfertigung meist entweder sehr teure Edelhölzer wie Teak oder preiswertes MDF kombiniert mit Spanplatte mit sehr edel gestaltetet Oberfläche. Andere Materialien kommen bei der aktuellen Fertigung selten zum Einsatz.

Wenn du einen Büffetschrank bei einem Antikenhändler oder in einem Geschäft für Retro-Möbel kaufst, bekommst du oft Weichholzmöbel in einer der beschriebenen Ausführungen. Im Secondhandshop gibt es auch manchmal noch Möbel die komplett aus Spanplatten bestehen.

Wie sich das Material unterscheiden lässt

Es ist nur schwer möglich zu erkennen, aus welchem Material ein Büffetschrank besteht. Optisch kann ein Schrank aus MDF mit Kunststofflaminat wie ein geölter Weichholzschrank wirken. Aber in der Haptik gibt es signifikante Unterschiede. Echtes Holz ist immer etwas porös und zumindest Weichholz lässt sich mit dem Fingernagel anritzen. Kunststoff ist dagegen manchmal sehr hart, sogar härter als Hartholz.

Ein Hinweis auf furnierte Möbel ist, wenn sich das Innere der Möbel in der Optik deutlich von dem Äußeren unterscheidet. Schränke aus massivem Holz haben innen und außen eine nahezu identische Maserung. Auch ist an den Kanten deutlich zu sehen, dass quer durch die Längsachse eines Baumes geschnitten wurde. Fehlen diese Merkmale, sind zumindest Teile des Möbelstücks mit einem Furnier beklebt worden.

Bleibt natürlich die Frage, was sich unter dem Laminat oder Furnier befindet. Kunststoff wird in der Regel immer auf Spanplatte oder MDF aufgebracht. Echte Holzfurniere können sich auf Hölzern, Spanplatte oder MDF befinden. Oft werden die Innenseiten von Schränken aus Holz nicht furniert. Du siehst also die Holzart, aus welcher der Schrank unter dem Furnier besteht. Manchmal ist auch das Stirnholz an den Schnittkanten sichtbar.

Spanplatte und MDF sind aus technischen Gründen beidseitig mit identischem Material beschichtet. Sie haben also unter Umständen auch innen ein Furnier aus echtem Holz. Dieses unterscheidet sich aber optisch stark von den Außenseiten. Wenn es sich um Furniere aus Kunststoff handelt, sind dieses innen meist einfarbig. Außerdem haben Möbel aus solchen Platten immer auch furnierte Kanten, mit einer Maserung, die in Längsrichtung verläuft.

Pflegetipps, Vor- und Nachteile der Materialien

Material Vorteile Nachteile Pflege
Weichholz geölt Das Holz wirkt ausgleichend auf das Raumklima, da es Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt.
Die Oberfläche kann abgeschliffen und aufbereitet werden.
Stöße mit harten Gegenständen hinterlassen Dellen.
Weichholz ist anfällig für Flecken, da es Flüssigkeit aussaugt.
Staubwischen ist auch mit einem leicht feuchten Tuch möglich.
Flecken lassen sich mit einer Bürste, Neutralseife und Wasser auswaschen.
Zwei bis dreimal im Jahr sollte Öl aufgetragen werden, um das Holz zu versiegeln.
Weichholz gestrichen Der Lack schützt das Holz weitgehend gegen Wasser und Schmutz.
Ein neuer Anstrich ist bei Bedarf möglich.
Stöße mit harten Gegenständen hinterlassen Dellen.
Es können Kratzer im Lack entstehen.
Schränke lassen sich mit Wasser und Reinigungsmittel säubern
Weichholz mit Edelholzfurnier Das Möbelstück wirkt optisch wie aus Hartholz gefertigt, ist aber deutlich günstiger. Stöße mit harten Gegenständen hinterlassen Dellen.
Das Furnier kann sich durch Nässe lösen.
Nur trockenes Staubwischen ist zu empfehlen.
Je nach Furnier kann das Möbel mit Möbelpolitur aufgearbeitet werden.
Weichholz mit Edelholzfurnier und zusätzlicher Versiegelung mit Lack Das Möbelstück wirkt optisch wie aus Hartholz gefertigt und ist weitgehend unempfindlich gegen Nässe. Stöße mit harten Gegenständen hinterlassen Dellen.
Das Holz wirkt etwas künstlich, da der typische Holzcharakter nicht mehr vorhanden ist.
Auch feuchtes Reinigen ist möglich. Nicht mit Polituren behandeln.
Hartholz Das Holz kann das Raumklima etwas ausgleichen, da es in Grenzen Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt.
Das Material ist unempfindlich gegen Stöße und sehr robust.
Die Oberfläche kann abgeschliffen und aufbereitet werden.
Möbel aus Hartholz sind schwer und haben einen hohen Preis. Staub kann mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch entfernt werden.
Flecken lassen sich mit einer Bürste, Neutralseife und Wasser auswaschen.
Es ist ratsam, das Holz gelegentlich mit Öl zu behandeln.
Spanplatte mit Holzfurnier Die Möbel sind leichter als Hartholzmöbel.
Das Material ist günstiger als Massivholz und umweltfreundlicher, da auch Restholz verwendet wird.
In Optik und Haptik ähnelt das Material echtem Holz.
Die Platten können
chemische Inhaltsstoffe, die ausdünsten enthalten.
Das Material neigt bei Kontakt mit Wasser zum Aufquellen.
Staubwischen ist nur mit einem trockenem Tuch zu empfehlen.
Feuchtes Abwischen kann zu Problemen führen.
Je nach Furnier kann das Möbel mit Möbelpolitur aufgearbeitet werden.
Spanplatte mit Kunststoff laminiert Die Möbel sind leichter als Hartholzmöbel.
Das Material ist günstiger als Massivholz und umweltfreundlicher, da auch Restholz verwendet wird.
Die Möbel aus dem Material sind günstiger und unempfindlicher als solche mit Echtholzfurnieren.
Fertigung identischer Großserien ist möglich.
Auch große Möbelstücke haben an allen Türen eine identische Maserung.
Die Platten können
chemische Inhaltsstoffe, die ausdünsten enthalten.
Bei beschädigter Oberfläche und Kontakt mit Wasser ist Aufquellen möglich.
Staub kann mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch entfernt werden.
Keine Pflegemittel verwenden, die für Holz gedacht sind.
Mitteldichte Faserplatte (MDF) mit Holzfurnier Die Platten sind stabiler als Spanplatten, daher sind dünnere Wände und Regalböden möglich.
Die Möbel sind leichter als Hartholzmöbel.
Das Material ist günstiger als Massivholz und umweltfreundlicher als Spanplatten, da Restholz und andere Pflanzenfasern verwendet werden.
In Optik und Haptik ähnelt das Material echtem Holz.
Die Platten können
chemische Inhaltsstoffe, die ausdünsten enthalten.
Das Material neigt bei Kontakt mit Wasser zum Aufquellen.
Staubwischen ist nur mit einem trockenen Tuch zu empfehlen.
Feuchtes Abwischen kann zu Problemen führen.
Je nach Furnier kann das Möbel mit Möbelpolitur aufgearbeitet werden.
Mitteldichte Faserplatte (MDF) mit Kunststoff laminiert oder Melamin beschichtet Die Platten sind stabiler als Spanplatten, daher sind dünnere Wände und Regalböden möglich.
Die Möbel sind leichter als Hartholzmöbel.
Das Material ist günstiger als Massivholz und umweltfreundlicher als Spanplatten, da Restholz und andere Pflanzenfasern verwendet werden.
Die Möbel sind günstiger und unempfindlicher als solche mit Echtholzfurnieren.
Fertigung identischer Großserien ist möglich.
Auch große Möbelstücke haben an allen Türen eine identische Maserung.
Die Platten können
chemische Inhaltsstoffe, die ausdünsten enthalten.
Bei beschädigter Oberfläche und Kontakt mit Wasser ist Aufquellen möglich.
Staub kann mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch entfernt werden.
Keine Pflegemittel verwenden, die für Holz gedacht sind.
Mitteldichte Faserplatte (MDF) mit Dekor foliert oder bedruckt Die Platten sind stabiler als Spanplatten, daher sind dünnere Wände und Regalböden möglich.
Die Möbel sind leichter als Hartholzmöbel.
Das Material ist günstiger als Massivholz und umweltfreundlicher als Spanplatten, da Restholz und andere Pflanzenfasern verwendet werden.
Die Dekore lassen sich auch nach einer aufwendigen Oberflächengestaltung anbringen.
Fertigung identischer Großserien ist möglich.
Auch große Möbelstücke haben an allen Türen eine identische Maserung.
Die Platten können
chemische Inhaltsstoffe, die ausdünsten enthalten.
Das Material neigt zum Quellen, wenn es mit Wasser in Kontakt kommt. Oberflächen können leicht verkratzen.
Staub sollte ausschließlich mit einem trockenen Tuch entfernt werden.
Keine Pflegemittel verwenden, die für Holz gedacht sind.

Was generell bei der Pflege zu beachten ist

  • Holz kann immer Feuchtigkeit aufnehmen, daher ist trockenes Abkehren oder Abwischen mit einem Tuch die beste Methode, die Möbel zu reinigen.
  • Flecken lassen sich ausschließlich aus echtem Holz mit einer Bürste und Wasser, in dem ein mildes Reinigungsmittel gelöst wurde, auswaschen.
    • Reinige die Möbel aber zuvor trocken, denn sonst spülst mit dem Wasser den Schmutz tief in das Holz.
    • Versuche, den Schmutz vorsichtig mit einem Schmutzradierer abzunehmen, bevor du mit einer feuchten Bürste arbeitest.
    • Presse anschließend saubere helle Tücher auf das durchnässte Holz, um Schmutz und Wasser herauszusaugen.
  • Nur echtes massives Holz darf mit Öl behandelt werden.
    • Natürliche Öle wie Leinöl, Tungöl oder Walnussöl enthalten keinerlei Zusatzstoffe und belasten das Raumklima nicht.
    • Professionell zusammengesetzte Öl bietet aber bessere Pflege und zuverlässigeren Schutz.
  • Möbel mit Furnieren aus echtem Holz können mit sogenannten Möbelpolituren gepflegt werden.
  • Kunststoffoberflächen dürfen mit Pflegeprodukten für Kunststoff behandelt werden. Diese verhindern auch statische Aufladungen und damit ein schnelles Verstauben.
  • Foliertes oder bedrucktes MDF darf nie mit Pflegeprodukten behandelt werden.
Hinweis
  • Generell sind Möbel aus Spanplatten oder MDF empfindlicher gegenüber Nässe als solche aus Vollholz.
  • Auch eine dichte Versiegelung mit kratzfestem Kunststoff bietet keinen sicheren Schutz. Die Beschichtung löst sich oft unbemerkt an den Kanten. Dort kann leicht Wasser oder Dampf eindringen.
  • Bei nicht kratzfesten Oberflächen wie Folien kann es zu kleinen Beschädigungen in der Fläche kommen, durch die Feuchtigkeit eindringt.]

Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Möbeln

  • Möbel aus Hartholz sind im Hinblick auf die Qualität unübertrefflich. Aber leider ist das Material sehr teuer. Ein 150 cm breiter Büffetschrank kostet bereits mindestens 1.800 Euro.
  • Weichholz wie Kiefer ist ebenfalls von guter Qualität, aber anfälliger gegenüber Stößen mit harten Gegenständen. Sofern das Möbelstück fachgerecht geölt und gelaugt ist, kostet ein vergleichbarer Schrank oft über 1.200 Euro.
  • Möbel aus Holzwerkstoff wie Spanplatte sind in der Regel recht günstig. Du bekommst einen Büffetschrank in der genannten Größe oft von für 500 Euro. Aber diese haben meist minderwertige Oberflächenbeschichtungen. Auch sind die Spanplatten meist wenig robust, sie neigen zum Ausbrechen.
  • Ein guter Kompromiss zwischen Möbeln aus echtem Holz und Spanplatte sind Schränke, die zumindest teilweise aus MDF bestehen. Gute verarbeitete Schränke in der erwähnten Art kosten aber meist mehr als 1.000 Euro.

Natürlich kommt es nicht nur auf das Grundmaterial an

Glaseinsätze sind schwer, daher müssen die Türen entsprechen aus stabilerem Material gefertigt werden. Daher kosten Büffetschränke mit größeren Glastüren oft mehr als solche mit kleinen Fenstern oder mit offenen Regalen.

Die Anzahl und Bauweise von Schubladen hat ebenfalls einen großen Einfluss auf den Preis. Vielleicht erinnerst dich noch an die ewig klemmenden Schubladen, die typisch waren für Weichholzschränke in den 1960 gern. Heute haben Schubladen Metallschienen, sie klemmen daher nicht. Hochwertige Schubladen sind mit belastbaren Softclose-Auszügen versehen, die ein sanftes Schließen garantieren. Dies hat den Vorteil, dass die Möbel nicht durch „zuknallende“ Schubladen belastet werden. Allerdings sind bei Hartholzmöbel durchaus noch klassische Schubladen mit Holzauszügen angebracht, da diese Möbel nicht zum Verquellen neigen.

Auch bei den Scharnieren gibt es große Unterschiede. Einfache Topfscharniere, die nicht automatisch die Türen zuhalten, benötigen einen Magnetschnäpper. Jedes Öffnen der Tür bedeutet einen harten Ruck und beim Schließen kann die Tür oft mit dem vollen Gewicht an den Korpus schlagen. Hochwertiger und teurer sind gedämpfte Scharniere.

Tatsache ist, dass ein gut verarbeiteter Schrank mit Fronten aus MDF oft teurer und hochwertiger ist als ein Schrank aus Vollholz. Dies gilt besonders, wenn die Möbel aus Weichholz gefertigt wurden, primitive Beschläge und keine Führungsleisten an den Schubladen haben.

Aber entscheide dich für einen Buffetschrank, der dir gefällt, der zu deiner Einrichtung passt und der dein Budget nicht überlastet. Auch Möbel aus MDF oder Spanplatte sind in der Regel nicht belastend für das Wohnklima, denn die Hersteller achten darauf, dass diese kaum Schadstoffe enthalten. Natürlich ist echtes Holz immer im Hinblick auf das Raumklima die beste Wahl.

Gut verarbeitetes MDF ist in der Regel sehr lange haltbar. Natürlich lassen sich Möbel aus diesem Material nicht abschleifen und neu versiegeln. Sie werden also kaum 100 Jahre und länger halten. Bei schonender Behandlung wird aber auch ein Schrank aus MDF über 50 Jahre seine Schönheit behalten.

MDF-Platte bestehen aus fein zerfasertes Holz statt aus spänen. Sie sind daher besonders bruch- und biegefest. Außerdem sind die Oberflächen glatt, daher lassen sich einfacher Furniere aufbringen.

Möbelpolitur ist meist eine Emulsion von Wasser und Öl. Sie bleibt auf der Oberfläche. Öl dringt tief in das Holz ein. Daher eignen es sich ausschließlich für massive Holzmöbel.

Auch wenn die Furniere täuschend echt wirken, es handelt sich um Kunststoffoberflächen. Die Produkte hinterlassen lediglich einen schmierigen Film. Eine Kunststoffpflege fügt diesen meist Weichmacher zu und verhindert das Verspröden.

Bitte addieren Sie 3 und 1.

Quellen

https://vhi.de
https://www.kohler-antik.de/pflegehinweise-fuer-antike-moebel
https://www.massivum.de/wissenswertes/ratgeber/weichholzmoebel
https://www.livarea.de/trendblog/welche-vorteile-hat-die-furnierte-spanplatte-mdf-platte-gegenueber-massivholz/
https://ich-bin-heimwerker.de/mdf-platten-welche-vorteile-hat-man-bei-der-verwendung/
https://www.jungbluth-holz.de/holz-oelen/

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