Nahrungsmittelallergie: Ursachen, Symptome und Therapie der echten Nahrungsmittelallergie

Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem auf Stoffe, die den Körper eigentlich mit Energie, Spurenelemente und Vitaminen versorgen sollen mit zum Teil starken Abwehrreaktionen. Bestimmte Eiweiße in den betreffenden Lebensmitteln werden vom Immunsystem als Bedrohung eingestuft und ein Abwehrmechanismus in Gang gesetzt. Allerdings handelt es sich bei den meisten körperlichen Symptomen, die nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln auftreten, nicht um Anzeichen einer echten Nahrungsmittelallergie. In der Regel liegen Unverträglichkeiten oder andere Erkrankungen vor. Man unterscheidet zudem bei den echten Nahrungsmittelallergien zwischen primären und sekundären Nahrungsmittelallergien. Während die primären Nahrungsmittelallergien vor allem Kinder betreffen, treten die sekundären Nahrungsmittelallergien oft erst im Erwachsenenalter oder bei Senioren auf. Dieser Artikel erklärt, was eine Nahrungsmittelallergie ist, welche Symptome auftreten und wie eine Therapie aussieht.

Inhaltsverzeichnis:

  • Nahrungsmittelallergie oder Unverträglichkeit: Was sind die Unterschiede?
  • Hintergrund: Welche Formen von Nahrungsmittelallergien gibt es?
  • Ursachen Nahrungsmittelallergie: Wie entsteht eine Allergie gegen Lebensmittel?
  • Nahrungsmittelallergie Symptome: Welche Beschwerden treten auf?
  • Risikofaktoren: Wodurch kann eine Nahrungsmittelallergie ausgelöst oder verschlimmert werden?
  • Diagnose: Welche Nahrungsmittelallergie Untersuchungen gibt es?
  • Therapie: Wie lässt sich die Nahrungsmittelallergie behandeln?
  • Prophylaxe: Kann man der Entstehung von Nahrungsmittelallergien vorbeugen?
  • Prognose: Wie sieht der Verlauf einer Nahrungsmittelallergie aus?
  • Senioren und Nahrungsmittelallergie: Worauf sollten Senioren besonders achten?

Nahrungsmittelallergie oder andere Unverträglichkeit: Was sind die Unterschiede?

Nach dem Verzehr von Kuhmilch und Kuhmilchprodukten, Brot, Teilchen, Müsli mit Nüssen, Speisen mit Ei aber auch Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten: Rund 30 Prozent der Deutschen geben an, auf ein oder mehrere Nahrungsmittel „allergisch“ zu sein. Auch, wenn die geschilderten Beschwerden denen einer Nahrungsmittelallergie ähneln, so handelt es sich bei den meisten Menschen nicht um eine echte Nahrungsmittelallergie, sondern um eine andere Unverträglichkeit auf bestimmte Speisen. Aktuelle Untersuchungen gehen davon aus, dass bei Kindern bis zu sechs Prozent und bei den Erwachsenen Deutschen rund drei Prozent eine echte Nahrungsmitteallergie haben.

Es ist wichtig, echte Nahrungsmittelallergien von anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten abzugrenzen, weil die Behandlungsansätze unterschiedlich sind. Auch, wenn bei den meisten Betroffenen die Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Speisen wahrscheinlich nicht von einer Nahrungsmittelallergie hervorgerufen werden, sondern andere Erkrankungen der Auslöser sind, ist eine genaue Diagnostik wichtig. Nur dann kann eine spezielle Behandlung erfolgen und Beschwerden lassen sich lindern.

Hintergrund: Welche Formen von Nahrungsmittelallergien gibt es?

Bei den echten Nahrungsmittelallergien wird zwischen den so genannten echten, primären und den sekundären Nahrungsmittelallergien (auch Kreuzallergien genannt) unterschieden. Bei den primären Nahrungsmittelallergien reagiert das Immunsystem mit einer überschießenden Reaktion auf bestimmte Stoffe in dem jeweiligen Nahrungsmittel. Bei der sekundären Nahrungsmittelallergie hingegen verwechselt das Immunsystem bestimmte Stoffe aus einem speziellen Nahrungsmittel mit Stoffen, gegen die bereits eine Allergie besteht. Meist handelt es sich bei diesen so genannten Kreuzallergien um die Verwechslung mit Pollenallergenen. Das bedeutet: Wer an einer Pollenallergie leidet, hat ein erhöhtes Risiko an einer sekundären Nahrungsmittelallergie zu erkranken.

Wichtig für Senioren ist zudem, dass primäre Nahrungsmittelallergien vor allem Kinder betreffen. Treten bei Erwachsenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf, handelt es sich meist um eine sekundäre Nahrungsmittelallergie. Der Vorteil ist, dass die Symptome der sekundären Nahrungsmittelallergie in der Regel weniger stark ausfallen. Auch sonst, insbesondere in Bezug auf die Meidung der Allergieauslöser, ist das Vorgehen bei einer sekundären Nahrungsmittelallergie weniger aufwändig. Detaillierte Informationen finden sich unter dem Punkt „Nahrungsmittelallergie Therapie“.

Zu den Nahrungsmitteln, die besonders häufig eine Allergie auslösen, zählen die folgenden:

  • Nüsse, vor allem Erdnüsse (Nussallergie)
  • Soja (Sojaallergie)
  • Weizen (Weizenallergie)
  • Kuhmilch (Kuhmilchallergie)
  • Hühnerei (Hühnereiallergie)

Abzugrenzen sind hiervon die nicht immunologischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zu denen insbesondere folgende Krankheitsbilder zählen:

  • Kohlenhydratverwertungsstörung: Hier geht es um Unverträglichkeiten von Stoffen wie Fruchtzucker oder Milchzucker. Diese Stoffe können von Betroffenen nicht richtig verwertet werden, so dass es nach dem Verzehr zu Beschwerden kommt.
  • „Pseudoallergie“: Hier werden die Symptome insbesondere durch natürliche Aromastoffe und diverse Zusatzstoffe ausgelöst.

Ursachen Nahrungsmittelallergie: Wie entsteht eine Allergie gegen Lebensmittel?

Eine Nahrungsmittelallergie liegt vor, wenn das Immunsystem eine bestimmte Eiweißstruktur aus einem speziellen Lebensmittel als gefährlich einstuft, obwohl diese für den Menschen eigentlich ungefährlich ist. Diese Fehleinschätzung des Immunsystems wird im so genannten immunologischen Gedächtnis gespeichert. Es werden spezifische Gedächtniszellen, die so genannten Immunglobuline E (IgE)-Antikörper, gebildet. Beim nächsten Kontakt mit dem Nahrungsmittel erkennen die Gedächtniszellen die Eiweißstrukturen wieder und setzen einen Abwehrmechanismus zur Bekämpfung des „feindlichen Eindringlings“ in Gang.

Wie oben bereits erwähnt, kann es auch vorkommen, dass das Immunsystem eine Eiweißstruktur verwechselt: Das kommt zum Beispiel dann vor, wenn ein Betroffener eine Pollenallergie hat und plötzlich nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel ebenfalls allergische Reaktionen auftreten. In diesem Fall wird von einer Kreuzallergie gesprochen. Entstehen können diese Kreuzallergien, weil die Eiweißstrukturen von manchen Nahrungsmitteln denen von manchen Pflanzen sehr ähnlich sind.

Neben den so genannten IgE-vermittelten allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt es auch noch andere Mechanismen, die eine echte Nahrungsmittelallergie auslösen können. In diesem Fall sind Grunderkrankungen wie Neurodermitis oder Zöliakie die Ursachen für die Entstehung der Nahrungsmittelallergie.

Nahrungsmittelallergie Symptome: Welche Beschwerden treten auf?

Nahrungsmittelallergien zählen zu den so genannten Soforttyp Allergien. Das bedeutet, dass die Beschwerden unmittelbar, also innerhalb von Sekunden oder Minuten, nach dem Verzehr von dem betreffenden Nahrungsmittel einsetzt. Allerdings kann es zusätzlich zu den Sofort-Symptomen zu einer zweiten Welle von Beschwerden kommen: Nach sechs bis 24 Stunden treten dann die so genannten Spätreaktionen auf, die sich meist in Form von Hautreaktionen auswirken.

  • Die Reaktionen, die von einer Nahrungsmittelallergie ausgelöst werden können, sind vielfältig und umfassen insbesondere folgende Beschwerden:
  • Reaktion an Haut und Schleimhaut: Rötungen, Schwellungen, Juckreiz
  • Laufende Nase inklusive Niesreiz und tränende geschwollene Augen
  • Hustenreiz und Atembeschwerden
  • Magen-Darm-Trakt mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Herz-Kreislauf-System: Schwindel, Bewusstseinseintrübung bis hin zum anaphylaktischen Schock

Bei Nahrungsmittelallergie gibt es zudem eine Einteilung der Symptome nach dem Schweregrad:

  • Grad 0: Die Beschwerden sind lokal begrenzt. Hier treten Rötungen, Schwellungen und ein Juckreiz an den Schleimhäuten auf, die Kontakt mit dem Lebensmittel hatten.
  • Grad 1: Die Beschwerden betreffen den gesamten Körper. Hautausschlag, Rötungen, Quaddeln und Juckreiz betreffen alle Hautareale. Auch können weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Unruhe und Heiserkeit hinzukommen.
  • Grad 2: Zusätzlich zu den oben genannten Beschwerden treten bei einer Lebensmittelallergie dritten Grades Luftnot, Schwindel sowie Urin- und Stuhldrang auf. Zudem sinkt der Blutdruck ab und der Puls wird schneller.
  • Grad 3: Die bisher geschilderten Symptome steigern sich bis hin zu Erbrechen, unwillkürlichem Urin- und Stuhlabgang und einer Bewusstseinseintrübung.
  • Grad 4: Es tritt ein anaphylaktischer Schock ein. Der Betroffene verliert das Bewusstsein, es tritt ein Atem- und Kreislaufstillstand ein. Dadurch werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Es besteht akute Lebensgefahr, es muss sofort ein Notarzt (nicht nur Krankenwagen) gerufen werden. Besteht bereits ein Herzstillstand, müssen Ersthelfer vor Ort mit Wiederbelebungsmaßnahmen starten.

Besonderheiten bei sekundären Lebensmittelallergien:
Bei den pollenassoziierten sekundären Nahrungsmittelallergien treten die Symptome vorrangig in der jeweiligen Pollenflugsaison auf. Zudem sind schwere Symptome äußerst selten, aber nicht ganz auszuschließen.

Risikofaktoren: Wodurch kann eine Nahrungsmittelallergie ausgelöst oder verschlimmert werden?

Es gibt Faktoren, die die Entstehung von Allergien begünstigen sowie einen Einfluss auf die Stärke der Symptome haben. Diese Faktoren werden Augmentationsfaktoren genannt. Sie können bei jedem Betroffenen unterschiedlich sein. Zu den wichtigsten Augmentationsfaktoren zählen:

  • Anstrengung: körperliche Anstrengung wie beim Sport
  • Alkohol
  • Infekte
  • Medikamente z.B. mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure
  • Hitze und Kälte
  • Psychischer Stress
  • Hormonelle Einflüsse

Diagnose: Welche Nahrungsmittelallergie Untersuchungen gibt es?

Die Basis der Nahrungsmittelallergie Diagnostik bildet das Anamnesegespräch, bei dem der Arzt den Patienten nach den Symptomen, potentiellen Auslösern, anderen Allergien sowie Grunderkrankungen stellt. Das Führen eines Ernährungs- und Beschwerdetagebuches bereits im Vorfeld kann die Phase der Diagnosestellung maßgeblich verkürzen. Zusätzlich wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen. Besteht weiterhin der Verdacht, dass eine Nahrungsmittelallergie vorliegen könnte, werden Tests durchgeführt:

  • Haut- oder Bluttest: Hat eine Sensibilisierung gegen ein Allergen stattgefunden, so lässt sich dies über Hauttests aber auch über Antikörpertests im Blut feststellen. Besteht der Verdacht, dass es sich bei der Nahrungsmittelallergie um eine Kreuzallergie handelt, so sollte über einen Haut- oder Bluttest auch die zugrundeliegende Pollenallergie diagnostiziert werden. Wichtig: Bei den sogenannten nicht IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien ist der Bluttest nicht aussagekräftig.
  • Provokationstest: Unter ärztlicher Kontrolle nimmt der Patient eine kleine Menge des potentiell allergieauslösenden Lebensmittels zu sich.
  • Eliminationsdiät: Für die Dauer von mehr als zwei Wochen soll der Patient das oder die Lebensmittel aus dem Speiseplan streichen, das/die potentiell eine Allergie auslöst/auslösen.

Therapie: Wie lässt sich die Nahrungsmittelallergie behandeln?

Die Therapie einer Nahrungsmittelallergie umfasst mehrere Säulen. Je nach Schweregrad der Allergie, dem Allergietyp sowie den individuellen Faktoren des Betroffenen wird der Arzt ein entsprechendes Behandlungskonzept erstellen. Nachfolgend werden die unterschiedlichen Bausteine eines Behandlungskonzeptes vorgestellt, aus denen für den Einzelfall die passenden Elemente ausgewählt werden.

  • Vermeidung des Allergens (inklusive Ernährungstherapie und Patientenschulung):

Gelingt die komplette Meidung des Allergens, dann ist dies die beste Behandlung. Allerdings ist es bei den meisten Lebensmitteallergien sehr kompliziert, die Allergene komplett aus dem Speiseplan zu streichen. Denn bei Mahlzeiten in Kita, Schule, in Restaurants oder auch beim Essen bei Freunden ist es schwer herauszufinden, ob Allerge in kleinen Mengen im Essen enthalten sind. Auch sonst ist es wichtig, die Zutatenlisten beim Einkaufen genau zu studieren. Seit 2014 besteht innerhalb der EU eine Auszeichnungspflicht für die am weitesten verbreiteten Lebensmittelallergene. Dies sind:

  • Glutenhaltiges Getreide
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch und Laktose
  • Schalenfrüchte, also Nüsse und ähnliche Früchte
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Luipinen
  • Weichtiere

Zum Teil kann es eine große Herausforderung darstellen, zu erkennen, in welchen Zutaten welche Allergene enthalten sind. Denn das im Ei enthaltene Nahrungsmittelallergen kann sich beispielsweise auch hinter der Zutat „Ovo-Protein“ verbergen. Es kann daher sehr sinnvoll sein, wenn Nahrungsmittelallergiker eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Hier können solche Fragen geklärt werden. Außerdem wird dort meist ein Ernährungsplan entwickelt, bei dem allergenhaltige Nahrungsmittel nicht nur eliminiert, sondern durch andere Lebensmittel ersetzt werden. Auf diese Weise kann einer Mangelernährung vorgebeugt werden.

  • Medikamente:

Bei leichten bis mäßigen allergischen Reaktionen kommen meist Antihistaminika zum Einsatz, um die Symptome zu lindern. Ist eine Dauerbehandlung angezeigt, da aus irgendwelchen Gründen eine Vermeidung des oder der Allergene nicht möglich ist, werden zuweilen auch Mastzellstabilisatoren eingesetzt. Da die Wirkung dieser Medikamente jedoch in Studien noch nicht ausreichend belegt ist, werden sie bisher nur in Ausnahmefällen verschrieben.

  • Notfallmedikament:

Nahrungsmittelallergiker, die in der Vergangenheit bereits sehr starke systemische Reaktionen gezeigt haben oder Nahrungsmittelallergiker mit Grunderkrankungen wie Mastozytose oder Asthma, werden meist mit einer Notfallmedikation ausgestattet. Diese ist dann stets mitzuführen. Darin enthalten sind:

  • Adrenalin
  • Antihistaminikum
  • Glukokortikoide (Cortison)

 

  • Immuntherapie:

Anders als bei manchen anderen Allergieformen befindet sich die Immuntherapie bei der echten Nahrungsmittelallergie noch in der Studienphase. In Ausnahmefällen kann der behandelnde Arzt die Aufnahme des Patienten in eine solche Studie anstreben.

Prophylaxe: Kann man der Entstehung von Nahrungsmittelallergien vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen betreffen vorrangig Babys und Kleinkinder. Im Fokus steht hier, dass in den ersten Lebensmonaten nur Muttermilch oder Premilch gegeben werden soll, statt Kuhmilch zu füttern. Diskutiert wird, ob und welche Lebensmittel beim Aufbau der so genannten Beikost weggelassen werden sollen. In späteren Jahren jedoch ist die Meidung von Lebensmitteln keine Maßnahme, mit der sich das Entstehen einer Lebensmittelallergie verhindern lässt.

Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen gilt, dass ein gesunder Lebensstil dazu beitragen kann, das Risiko der Entstehung einer Allergie zu reduzieren.

Prognose: Wie sieht der Verlauf einer Nahrungsmittelallergie aus?

Bei Kindern verschwindet eine Nahrungsmittelallergie häufig bis zum sechsten Lebensjahr von alleine. Bei Erwachsenen ist dies sehr selten. Anders sieht die bei den sekundären Nahrungsmittelallergien aus: Lässt sich die zugrundeliegende Pollenallergie durch eine Immuntherapie behandeln, so verschwindet auch die Nahrungsmittelallergie (Kreuzallergie).

Senioren und Nahrungsmittelallergie: Worauf sollten Senioren besonders achten?

Tritt bei Senioren eine Nahrungsmittelallergie auf, so handelt es sich in der Regel um eine sekundäre Nahrungsmittelallergie, also eine Kreuzallergie, die durch eine zugrundeliegende Pollenallergie ausgelöst ist. Diese verursacht in der Regel nur leichte bis mäßige Symptome. Wichtig: Nur der Arzt kann abklären, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Nahrungsmittelallergie handelt. Zudem kann es in Einzelfällen auch bei einer sekundären Lebensmittelallergie zu schweren allergischen Reaktionen kommen.

Zu den Faktoren, die im Seniorenalter schwere Symptome bei einer Nahrungsmittelallergie verursachen können, sind folgende:

  • Medikamente: Aufgrund bestehender Herz-Kreislauferkrankungen nehmen viele Senioren regelmäßig Acetylsalicylsäure
  • Mangelernährung bei Vermeidung des Allergens: Mangelernährung ist im Seniorenalter oftmals ein Problem, weil der Appetit nachlässt. Müssen dann aufgrund einer Nahrungsmittelallergie bestimmte Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen werden, erhöht sich das Risiko nochmals.
  • Reisen: Viele Senioren nutzen das Rentenalter, um auf Reisen zu gehen. Hier sollte bedacht werden, dass die oben dargestellte Deklarationspflicht für hochallergene Nahrungsmittel nur innerhalb der EU gilt.

Fazit

Der Volksmund verwendet den Begriff Nahrungsmittelallergie immer dann, wenn nach dem Verzehr von Speisen Symptome wie Schleimhaut- und Hautreaktionen, Übelkeit oder Magen-Darm-Probleme auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nicht um eine echte Nahrungsmittelallergie, sondern um eine andere (oftmals auch behandlungsbedürftige) Erkrankung. Deutlich unter 10 Prozent der Bevölkerung haben eine wirkliche Allergie gegen ein oder mehrere Nahrungsmittel. Die Symptome der Nahrungsmittelallergie treten unmittelbar nach dem Verzehr auf und können sowohl lokale als auch systemische Reaktionen umfassen. Diese können bis zum anaphylaktischen Schock reichen. Eine umfassende Diagnostik und Therapie ist daher wichtig.

Quellen

https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/nahrungsmittelallergie/verbreitung.html
https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/nahrungsmittelallergie.html
https://allergiecheck.de/allergie-ausloeser/lebensmittelallergie
https://www.netdoktor.de/krankheiten/lebensmittelallergie/
https://www.apotheken-umschau.de/Nahrungsmittelallergie

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