Plötzlich alleine Zuhause – Tipps gegen Einsamkeit und für Sicherheit

Die meisten Menschen über 65 Jahre leben in Deutschland im eigenen Zuhause. Sie bevorzugen es, selbstständig und selbstbestimmt zu leben und möchten dieses Privileg nicht aufgeben. Doch laut Statistischem Bundesamt steigt die Zahl der älteren Menschen, die alleine leben, seit Jahren stetig an. Die aktuellsten Erhebungen aus dem Jahr 2020 zeigen, dass insgesamt 5,9 Millionen Menschen über 65 Jahre alleine wohnen. Das betrifft etwa 34 Prozent dieser Altersgruppe. Der häufigste Grund ist der Tod des Ehepartners. Ein Risiko, das mit zunehmendem Alter stetig steigt. Während in der Altersgruppe von 65 bis 85 noch fast zwei Drittel der Menschen gemeinsam mit ihrem Partner leben, sind es in der Gruppe der über 85-Jährigen nur noch etwa ein Drittel.

Inhaltsverzeichnis

Gründe für Einsamkeit

Einsamkeit ist ein großes Problem im Alter, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Ursachen sind dabei vielfältig, stehen aber fast immer in einem Zusammenhang mit sich plötzlich ändernden Lebensumständen. Eine Trennung, Erkrankung oder auch ein Todesfall können einschneidende Erlebnisse sein, die plötzliche Änderungen mit sich bringen, mit denen sich jeder arrangieren muss. Insbesondere die eigene Familie ist für die meisten Menschen der zentrale Mittelpunkt im sozialen Leben. Der Kontakt zu Kindern und Enkelkindern ist aber nicht selbstverständlich und wird in der heutigen Zeit, in der Familien oft weit auseinander leben, für viele Senioren zu einem eher seltenen Ereignis, das sich auf Feiertage und ein paar wenige Wochenenden im Jahr beschränkt. Stirbt dann plötzlich der Ehepartner, dann steht der verbliebene Partner schnell alleine da.

Zusätzlich spielen Erkrankungen eine wesentliche Rolle, insbesondere wenn die Mobilität eingeschränkt ist. Wer sich nicht gut bewegen kann, verlässt seltener das Haus und kommt entsprechend weniger mit anderen Menschen zusammen. Gleiches passiert, wenn die finanzielle Situation derart angespannt ist, dass Aktivitäten außer Haus kaum mehr bezahlbar sind. Manch einer verschließt sich dem sozialen Miteinander fast gänzlich. Dies zeigt auch eine Auswertung des sogenannten „Feiertagstelefons“, das im Jahr 2017 von dem Verein Silbernetz e. V. in Berlin ins Leben gerufen wurde. Dort können zwischen Weihnachten und Neujahr Menschen anrufen, die sich einsam fühlen. Fast 90 Prozent der Anrufer wollten einfach nur mit einem anderen Menschen sprechen, ohne spezielle Sorgen zu haben.

Die Folgen von Einsamkeit

Einsamkeit macht krank. Tatsächlich erhöht sich bei chronisch einsamen Menschen das Risiko für eine Depression, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Demenz ganz erheblich. Forscher aus den USA konnten sogar nachweisen, dass sich Einsamkeit ähnlich negativ auf die Sterblichkeit auswirkt wie Rauchen oder Übergewicht. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass anhaltende Einsamkeit nicht nur seelischen Stress bedeutet, sondern tatsächlich die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol erhöht. Ein permanent erhöhter Cortisol-Spiegel schwächt das Immunsystem und wirkt sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System.

Einsame Menschen neigen dazu, weniger und schlechter zu schlafen und sich grundsätzlich mit weniger Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu begegnen. So werden ungesunde Lebensweisen, wie wenig Bewegung und schlechte Ernährung, bei einsamen alten Menschen deutlich häufiger beobachtetet als bei solchen mit einem lebhaften sozialen Umfeld. Dabei sind besonders im Alter Bewegung und Aktivität von wesentlicher Bedeutung für die psychische und physische Gesundheit.

Wege aus der Einsamkeit

Für das Wohlbefinden und die Gesundheit ist es somit von größtem Interesse, Wege aus der Einsamkeit zu finden. Das ist leichter gesagt als getan, denn oftmals gilt es, alte Gewohnheiten zu überwinden und sich aktiv auf die Suche nach sozialen Kontakten zu machen. Da mag es vielen Menschen leichter erscheinen, alleine zu Hause zu bleiben, doch stellst du dich mit diesem vermeintlich leichteren Weg selbst auf das Abstellgleis. Wir geben dir an dieser Stelle ein paar wichtige Tipps an die Hand, wie du es schaffen kannst, eine aufkommende Einsamkeit zu überwinden oder gar nicht erst in eine hineinzugeraten.

Tipp 1: Aktiv bleiben!
Warte nicht darauf, dass sich Familienmitglieder, Freunde und Bekannte bei dir melden, sondern versuche aktiv Kontakt zu halten. Telefoniere mit alten Freunden und suche Leute, zu denen du den Kontakt verloren hast. Vielleicht könnt ihr euch verabreden.

Tipp 2: Such dir ein Hobby!
Es gibt doch bestimmt etwas, was du schon immer machen wolltest. Oder du hast es früher gemacht, als du noch jung warst und hast irgendwann keine Zeit mehr dafür gefunden. Malen, Modellbau, Fotografie, ein Seniorenstudium oder Klavier lernen, im Grunde steht dir alles offen. Tu es einfach und finde Gleichgesinnte!

Tipp 3: Bleib in Bewegung!
Bewegung ist die beste Medizin für Körper und Geist und lässt sich ganz leicht in deinen Alltag integrieren. Du brauchst keinen Marathon laufen, aber ein täglicher kleiner Spaziergang wirkt manchmal Wunder. Vielleicht lernst du auf der Runde Leute aus der Nachbarschaft kennen und ihr könnt euch etwas unterhalten.

Tipp 4: Engagiere dich in einem Ehrenamt!
Für viele Menschen ist es eine besondere Befriedigung, etwas Sinnvolles zu tun. Oftmals geht die Sinnhaftigkeit mit dem Austritt aus dem Berufsleben verloren und der- oder diejenige fühlt sich nicht mehr gebraucht. Ein Ehrenamt bietet vielseitige Möglichkeiten, anderen Menschen zu helfen. Als Leih-Oma oder -Opa Zeit mit Kindern verbringen birgt ein enormes Verjüngungspotenzial für Menschen, die keine eigenen Enkelkinder haben, aber gerne etwas an folgende Generationen weitergeben möchten. Aber auch in Suppenküchen, Vereinen oder Wohneinrichtungen werden immer helfende Hände gebraucht, die mit Herz und Tatkraft dabei sind.

Tipp 5: Keine Angst vor Technik!
Neue Technologien entwickeln sich rasend schnell und es mag schwierig erscheinen, mit diesem Tempo mitzuhalten. Doch hier verbergen sich viele Chancen und Vorteile, die dir dabei helfen, deinen Alltag alleine zu meistern. Vielleicht findest du einen passenden Kurs in der Volkshochschule, in dem du Sicherheit im Umgang mit Tablets und Smartphones bekommst.

Sicherheit für zu Hause und unterwegs

Ein Punkt, der vielen Menschen, die im Alter plötzlich alleine leben beschäftigt, ist die Sorge um die eigene Sicherheit, wenn sonst niemand im Haus ist. Was ist, wenn du stürzt oder ein anderer medizinischer Notfall eintritt. Was, wenn du krank wirst und sich niemand um dich kümmert? Die Sorge um diese Notsituation kann so erdrückend sein, dass sie jede verbliebene Leichtigkeit von dir nimmt. Dies gilt mitunter auch für Angehörige, die nicht rund um dir Uhr zur Stelle sein können, aber sicherstellen möchten, dass ihre Lieben gut umsorgt sind.

Ein Hausnotruf (QUERLINK: annika_notrufmelder_1 hausnotruf)
stellt die perfekte Absicherung dar und ist für allein lebende Menschen durch eine Kostenübernahme der Pflegeversicherung sogar kostenlos. Du bekommst eine Notruftaste, die du als Kette um den Hals oder als Armband immer bei dir tragen kannst. Per Funk ist sie mit der Basisstation verbunden, die wiederum an deinen Telefonanschluss angeschlossen wird. Damit kannst du im Notfall eine spezielle Notrufzentrale per einfachem Knopfdruck kontaktieren. Die Mitarbeiter vor Ort prüfen sofort die Situation und leiten entsprechende Maßnahmen zur Unterstützung ein. Auch ausgewählte Kontaktpersonen können über einen Notrufmelder benachrichtigt werden. Mit speziellen Erweiterungen lassen sich sogenannte intelligente Notrufsysteme (QUERLINK: annika_notrufmelder_t intelligente Notrufmelder) installieren, die speziell auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind und darauf spezialisiert sind, einen passiven Notruf abzusetzen, wenn du selbst dazu nicht in der Lage sein solltest. Für unterwegs gibt es mobile Lösungen (QUERLINK: annika_notrufmelder_2 mobiler Notrufmelder), sodass du an jedem Ort bestmöglich versorgt bist und dir im Notfall immer schnelle Hilfe zur Seite steht. Du siehst, das Angebot ist riesig, sodass du genau die passende Lösung für dich finden kannst.

Mit einem passenden Notrufmelder brauchst du auch alleine keine Angst zu Hause haben und kannst weiterhin selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben.

Fazit

Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko, plötzlich alleine da zu stehen. Ob Trennung, Krankheit oder Tod, es sind die schweren Schicksalsschläge, die uns in der späten Phase des Lebens oft vereinsamen lassen. Diese Einsamkeit kann erdrückend sein, doch es ist wichtig, ihr aktiv zu entkommen, denn sie macht dich nicht nur unglücklich, sondern auch körperlich krank. Nun gilt es, dich um zwei Dinge zu kümmern:

1. Finde einen Weg aus der Einsamkeit und kümmere dich aktiv um dich!
2. Sorge für ein sicheres Zuhause, wenn niemand mehr da ist, der auf dich acht gibt!

Wenn du diese beiden Punkte beherzt, kannst du sorgenfrei und selbstbestimmt auch alleine noch viele Jahre glücklich sein und selbstbestimmt in deinen eigenen 4 Wänden leben.

Von den Menschen zwischen 65 und 85 Jahren lebt etwa ein Drittel allein. Bei Menschen über 85 Jahren sind es bereits zwei Drittel. Das sind insgesamt etwa 6 Millionen Menschen deutschlandweit.

Familien leben heute oft weit auseinander. Wenn dann der Partner oder enge Freunde sterben oder schwer erkranken, ist die wichtigste Bezugsperson plötzlich weg.

Anhaltende Einsamkeit ist eine große seelische Belastung und macht seelisch und körperlich krank. Tatsächlich hat Einsamkeit ähnliche Auswirkung auf die Sterblichkeit wie Rauchen oder Übergewicht.

Am wichtigsten ist es, aktiv zu sein. Knüpfe an alte Freundschaften an oder suche dir ein Ehrenamt. Geh unter Menschen und finde Gleichgesinnte für ein gemeinsames Hobby.

Mit einen Notrufmelder kannst du jederzeit eine Notrufzentrale oder eine von dir bestimmte Kontaktperson per Knopfdruck kontaktieren. Für allein lebende Senioren werden die Basiskosten von der Pflegeversicherung getragen.

Was ist die Summe aus 1 und 2?

Quellen & Hinweise

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_N057_12411.html

https://www.malteser.de/dabei/information-tipps/wie-sich-einsamkeit-auf-koerper-und-seele-auswirkt.html

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20668659/

https://www.sciencedaily.com/releases/2006/10/061030183303.htm

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