Altersarmut betrifft immer mehr Menschen in Deutschland. Wie genau Altersarmut ist, wie sie entsteht und wie Sie ihr vorbeugen können: Erfahren Sie mehr!

Altersarmut – Was ist das?

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Laut einer Studie von Statista.de waren im Jahr 2016 19,7 % der deutschen Bevölkerung von „Armut oder sozialer Ausgrenzung“ (Altersarmut) betroffen. Dabei bilden die unter 25-jährigen die größte Risikogruppe, dicht gefolgt von Menschen im Rentenalter. Jugendliche und junge Erwachsene leben oftmals während einer Ausbildung oder eines Studiums unter der Armutsgrenze, was sich nach Abschluss dieser Maßnahmen jedoch meist ändert. Rentner hingegen haben unter normalen Umständen und ohne Hilfe von außen nur sehr geringe Chancen, der Armutsfalle zu entkommen.
Um abstecken zu können, was Altersarmut ist, befassen wir uns zunächst mit der gängigen Definition von Armut. Die Ermittlung der Armutsgrenze wird dabei meist auf zwei Arten errechnet.

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Ermittlung der Armutsgrenze nach dem Durchschnittseinkommen der Bevölkerung

Nimmt man das statistische Nettoeinkommen der gesamten deutschen Bevölkerung und unterteilt dies in zwei Hälften, bildet die Mitte, also das durchschnittliche Einkommen die Grenze zwischen Arm und Reich. Die Hälfte über dem Durchschnitt wird dabei als reich und die Hälfte unter dem Durchschnitt als arm angesehen. Angenommen, das Einkommen läge bei 60 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens, würde an diesem Punkt die Armutsgrenze verlaufen.

Ermittlung der Armutsgrenze mithilfe der gesetzlichen Grundsicherung.

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Hierbei wird der aktuelle Arbeitslosengeld II-Satz hinzugezogen und alle, die über monatliche Einnahmen unter diesem Satz verfügen gelten als arm. Hierbei muss eine angemessene Miete, ebenso wie Beiträge zur Sozialversicherung und Steuern abgezogen werden. Der übrigbleibende Betrag sollte mindestens dem gängigen Harz IV Satz entsprechen. Diese zwei Berechnungen konzentrieren sich jedoch nur auf die reinen finanziellen Aspekte der Armut. Man kann mit dem entsprechenden Geld zwar überleben, jedoch werden soziale und kulturelle Faktoren und sonstige Aufwendungen nicht berücksichtigt. Da es allerdings menschenunwürdig ist, auf Dauer nur überleben anstatt wirklich leben zu können, sollten auch die oben genannten Aufwendungen miteinbezogen werden. Ebenso verhält sich dies beispielsweise mit benötigten Fahrkarten, möglichen Urlauben oder dem Kauf von Kleidung und Schuhen. Ebenso sollte ein Mensch die Möglichkeit haben, am kulturellen Leben in seiner Gemeinschaft teilnehmen zu können.
Dabei handelt es sich um:

  • Die Möglichkeit, mindestens jeden zweiten Tag eine warme Mahlzeit einzunehmen
  • Die Möglichkeit, sich mit Freunden oder Kollegen zu treffen, um soziale Kontakte zu pflegen

All diese Faktoren fließen jedoch nicht in die Berechnungen ein, weswegen die Dunkelziffer der wirklich von Altersarmut betroffenen Menschen weitaus höher liegt.

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Wer ist von der Altersarmut betroffen?

Von Altersarmut betroffen sind Menschen, die finanziell gesehen unter dem Einkommensdurchschnitt in Deutschland liegen und auf bestimmte soziale und kulturelle Angebote verzichten müssen. Laut Statista.de steigt das Risiko für Altersarmut kontinuierlich. Ebenso fällt auf, dass minder qualifizierte Menschen ein viel höheres Risiko haben, in die Altersarmut abzurutschen, als ausgebildete Menschen und Akademiker.
Über 6 Millionen Menschen in Deutschland lagen im Jahr 2017 im Rentenalter unter der Armutsgrenze. Dabei fällt der Anteil der Frauen und Männer in etwa gleich aus. Auffällig ist, dass der überwiegende Teil, der unter der Armutsgrenze lebenden Männer, ehemalige Selbstständige sind.
Die Altersarmut bei Frauen ist dabei meist auf den damaligen Lebensstandard zurückzuführen. Dabei steckten Frauen erwerbsmäßig stets zurück, um dem Ehemann den Karrieresprung zu ermöglichen und sich um die Kinder zu kümmern. Diese Frauen, waren bereits in jüngeren Jahren vom Gehalt ihres Mannes abhängig. Diese Tatsache hat sich auch mit zunehmendem Alter nicht geändert, denn Rentnerinnen heutzutage sind überwiegen auf die Rente des Mannes angewiesen.

Wie viel Prozent der Menschen sind von Altersarmut betroffen?

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Die zuvor erwähnten 6 Millionen von Altersarmut betroffenen Menschen machen über 7 % der Deutschen Bevölkerung aus, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegt. Bei diesem prozentualen Anteil wird nur die finanzielle Lage berücksichtigt. Jedoch wird die Integration in die Gesellschaft oder sonstige private Interessen oder Verbindlichkeiten vollkommen außer Acht gelassen.
Während statistisch gesehen die globale Armut innerhalb der letzten Jahrzehnte erfolgreich bekämpft werden konnte, erhöht sich der Anteil der speziell von Altersarmut betroffenen Menschen in Deutschland kontinuierlich.

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Ab wann gilt die Altersarmut?

Gesellschaftsleben mit in das Existenzminimum einlaufen.
Menschen, die sich keine regelmäßigen warmen Mahlzeiten leisten können, die nicht am kulturellen Leben teilnehmen können und auf sonstige uns normal erscheinende Dinge verzichten müssen, leben meist unter der Armutsgrenze. Besonders bei Menschen im hohen Alter kann dies verheerende Folgen haben, beispielsweise wenn benötigte Medikamente oder Utensilien wie

  • Ein Rollator,
  • Ein Rollstuhl,
  • oder sogar einfache Dinge wie Thrombosestrümpfe oder orthopädische Einlagen
    nicht bezahlt werden können.

Fazit

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Statistisch gesehen erhöht sich der Anteil der Menschen, die unter der Armutsgrenze leben kontinuierlich. Dabei sind gerade Frauen und ehemalige Selbstständige stark gefährdet, in diese Armut abzurutschen.
Dieser Entwicklung muss mit den geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt werden, damit auch zukünftige Generationen die Chance auf ein angemessenes und würdevolles Leben im Rentenalter haben.

Kommentar von Vera Jasek |

Ich denke oft über das Alter nach, denn ich war die letzten Jahre selbstständig unterwegs und befürchte daher das Schlimmste, denn meine Oma musste nach und schon vor dem Tod meines Opas, jeden Cent rumdrehen, um zu überleben und so Dinge kaufen zu können wie einen Rollator. Dank des interessanten Artikels hier, weiß ich nun, dass sie wohl unterhalb der Armutsgrenze gelebt hat. Aber was kann man tun, um der Altersarmut vorzubeugen? Kann man was dazuverdienen? Oder gibt es Angebote speziell für Rentner an der unteren Einkommensgrenze?

Kommentar von Susanne M. |

Es gibt schon das eine oder andere, was du gegen die Altersarmut tun oder diese zumindest mildern kannst. So hat beispielsweise mein Chef eine betriebliche Altersvorsorge für mich abgeschlossen.
Ab 50 können Arbeitnehmer ihre zu erwartende Rente durch zusätzliche Einzahlungen in die Rentenkasse erhöhen. Das geht sogar rückwirkend – allerdings nur bis zum 31. März des Folgejahres.
Als Selbstständiger hast du die Option, innerhalb von fünf Jahren nach der Aufnahme der selbständigen Tätigkeit einen Antrag auf Pflichtversicherung zu stellen.

Natürlich kannst du deine Altersrente durch einen Zusatzverdienst aufbessern. Der Freibetrag liegt normalerweise bei 6.300 Euro pro Kalenderjahr, wurde jedoch coronabedingt auf bis zu 46.060 Euro angehoben.

Quellen:
https://www.finanztip.de/gesetzliche-rentenversicherung/freiwillige-rentenversicherung/
https://www.ihre-vorsorge.de/rechner/freiwillige-rentenversicherung/
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/In-der-Rente/Hinzuverdienst-und-Einkommensanrechnung/hinzuverdienst-und-einkommensanrechnung.html
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/altersrentner_hinzuverdienst.pdf?__blob=publicationFile&v=13

Bitte addieren Sie 8 und 8.
Was ist Altersarmut

Altersarmut - Was ist das? ✔ Globale Statistik vs. Altersarmut in Deutschland! ✔ Erfahren Sie mehr und sorgen Sie vor! ✔

Warum gibt es Altersarmut in Deutschland

Die Altersarmut in Deutschland nimmt stetig zu und laut Statistischem Bundesamt sind überwiegend Frauen im Rentenalter vom Armutsrisiko betroffen. Auffällig ist, dass sich eine solche Entwicklung nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU-Region beobachten lässt. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit den Ursachen der Altersarmut in Deutschland und damit, warum vorrangig Frauen zu den Betroffenen gehören.

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