Welche Form hat eigentlich Gas?

In der Schule haben wir gelernt, dass es drei Aggregatzustände gibt: fest, flüssig und gasförmig. Aber statt uns mit der sich daraus ergebenden Frage zu beschäftigen: und welche Form hat dann das Gas? oder dem fehlenden Plasma, wollen wir an dieser Stelle schon eine Zäsur machen und wie im beinahe ebenso lang zurückliegenden BWL-Unterricht davon ausgehen, weil Umsatzsteuer 10% sind, damit man einfacher rechnen kann, dass es weiterhin drei klar abgegrenzte Zustände für chemische Elemente gibt.

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Kein Strom, kein Gas, nur Sonne und Wind

Denn bis zum Eindringen der technischen Errungenschaften in unser tägliches Leben - was waren es noch für Zeiten, als wir auf Pferdeanhängern zum Feld gefahren wurden, um 16 Stunden lang Weizen zu schneiden und zu dreschen, bevor wir nach der Rückfahrt im dunklen Stall eine Holzschale körperwarme Suppe mit unseren Kameraden teilen konnten - war das vollkommen ausreichend. Nicht umsonst gilt heute noch die Einteilung der Temperaturen von Anders Celsius, der die drei beobachtbaren Zustände von Wasser - als Eis, Flüssigkeit und verdampftes Gas - in seiner Skala von 0 - 100 vorgegeben hat, obwohl wir heute wissen, dass Wasser schon unter 100° kocht und unter vielen Bedingungen nicht bei 0° C gefriert. Glas zu Beispiel ist eine Flüssigkeit, die lediglich sehr langsam fließt. Wir sehen das an großen alten Kirchenfenstern, die oben hauchdünn und unten armdick sind.

Natürlich ist die Energieverschwendung - Verzeihung, offiziell heißt es ja Energiewende (wir wenden, um zurück zum Mittelalter zu kommen) - daran schuld, weil überall von alternativen Antrieben für das Automobil die Rede ist. Dass
- allein die Schwerindustrie mehr fossile Energie benötigt als alle Autos zusammen,
- die kunststoffherstellende Industrie keine Steuern für das verwendete Öl zahlt, weil sie so viel verbraucht und
- ebenfalls Kerosin steuerfrei ist, damit ausländische Fluggesellschaften hier landen,
sind halt kleine Abstriche, die die Regierung macht, um die Bürger auf ihre Verantwortung hinzuweisen, dass jeder etwas tun kann - außer der Regierung natürlich.

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Je mehr Überwachung, desto weniger Geschwindigkeitsvergehen, die nicht erkannt werden

So hängen an vielen Brücken bunte Transparente mit der Aufschrift ‚Runter vom Gas’. Gerichtet sind diese aus Öl hergestellten Banner an Autofahrer, die das Gaspedal nutzen, um Vortrieb für ihre pferdelosen Kutschen zu erhalten. Dabei findet eine Vergasung des Benzins gar nicht statt, sondern kleine Düsen spritzen die Flüssigkeit in die Brennkammer, so dass sie dem Luft-Treibstoff-Verhältnis entspricht.
Nun sind wir wieder an dem Punkt uns zu fragen, gilt dieser Aufruf auch für Kraftfahrer, die bereits bar jeder Vernunft Fahrzeuge mit Elektro- statt Verbrennungsmotoren fahren? Und was ist mit den hauptsächlich in Norddeutschland verbreiteten Flüssiggasantrieben oder den armen Brennstoffzellenautos, für die der erst aufwendig vom Sauerstoff getrennte Wasserstoff wieder in Wasser umgewandelt wird? Natürlich wird dafür nicht einfach Wasser gekocht und der aufsteigende Wasserdampf (das ist Wasserstoff) verwendet, sondern industriell wird es in petrochemischen Verfahren gewonnen. Petrochemisch heißt: Verbrauch von Öl, einem bekanntlich nachwachsendem Rohstoff. Es braucht nur Druck und Zeit - Druck der Erdkruste und nur ein paar Millionen Jahre - das ist Nachhaltigkeit weiter gedacht, viel weiter.

Hinweis

Wie funktioniert das mit der Brennstoffzelle?

Das Prinzip ist weit älter als der Verbrennungsmotor. Aber es war natürlich viel einfacher, eine Explosion von Gas in einem Behälter zu entwickeln, der schwere Metallteile bewegt als elektrischen Strom durch galvanische Reaktion von unbegrenzt verfügbaren Elementen zu erzeugen. Der Trick ist der, dass ein Elektrolyt nur die Protonen des Wasserstoffs durchlässt, während seine Elektronen den Umweg durch Leitungen nehmen müssen und damit das tun, was wir ‚Strom fließt‘ nennen, um mit dem Sauerstoff zu Wasser vereint zu werden.
Es ergibt sich, dass das viel zu effektiv ist, um als Antrieb in Betracht zu kommen. Was keinen Krach macht und nur Energie statt Wärme erzeugt, lässt sich einfach nicht vermarkten. Da warte ich doch lieber auf die Kernfusion, deren Reaktoren mit Sonnenblumen- und Windenergie betrieben werden.

Beim nächsten Mal, liebe Lesenden, beschäftigen wir uns mit den Fragen:
Warum wird Gas erst aufwendig verflüssigt, um als Abgas in der Luft zu landen? oder Wasserstoff aus Benzin gewonnen, um als Treibstoff zur umweltfreundlichen Alternative gemacht zu werden?
Welche Rolle spielen Atomkraftwerke, die riesige Dampfmaschinen sind und daher als Bio-Energie gelten (siehe auch Nachhaltige Atomkraft)?
Warum ist ‚Verstromung von Kohle‘ ein böser Begriff, Strom ist etwas Gutes, so kommt die Kohle doch einem gutem Zweck zu, oder?

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