Sessel-Reinigung leicht gemacht

Fettige Fingerabdrücke, Kugelschreiberspuren oder Schweiß- und Talgabdrücke auf dem Sessel - solche Verschmutzungen lassen sich bei täglichem Gebrauch kaum vermeiden. Auch kleine Malheure wie Saft- oder Rotweinflecken sind schnell passiert. Für die Reinigung ist es nicht immer ratsam, gleich mit dem scharfen Haushaltsreiniger anzurücken, auch wenn viele Sesselbezüge durchaus robust sind. Einige Materialien reagieren empfindlich auf chemische Inhaltstoffe und brauchen eine Sonderbehandlung. Doch mit unseren Tipps strahlt dein Sessel schon bald wieder wie neu!

Inhaltsverzeichnis

Der Fleck muss weg

Kaum jemand bleibt vor Krümeln und Flecken auf dem Sessel verschont. Leider kannst du das Möbelstück nicht einfach in die Waschmaschine stecken. Hier ist also Handarbeit angesagt! Falls du nun etwas ratlos bist, wie du deinen Stoff- oder Lederbezug reinigen sollst, haben wir einen Tipp für dich: Sieh dir die Pflegehinweise auf dem Produkt- und Materialpass deines Möbelstücks an. Dort stehen die wichtigsten Informationen zum optimalen Reinigungsmittel. Wenn du die Herstellerhinweise nicht zur Hand hast, teste das bevorzugte Mittel zuerst an einer verdeckten Stelle. Dadurch vermeidest du unangenehme Überraschungen wie Verfärbungen oder Ausbleichen des Materials. Sieht gut aus? Dann starte jetzt mit deiner Putzaktion!

Reinigung von Stoffbezügen

Um Staub und kleine Partikel zu entfernen, reicht bei Textilbezügen gelegentliches Absaugen auf niedrigster Stufe oder gründliches Ausklopfen. Dadurch lockert sich auch das Innenleben des Polsters und die Fasern des Stoffs richten sich wieder auf. So wird dein Sessel gut durchgelüftet. Verschüttete Flüssigkeiten solltest du schnellstmöglich mit einem Lappen abtupfen und vorsichtig mit klarem Wasser auswaschen. Gegebenenfalls helfen auch ein paar Tropfen eines fettlöslichen Spülmittels. Für hartnäckige Verschmutzungen gibt es spezielle Polsterreiniger.

Flecken am besten immer von außen nach innen bearbeiten. Machst du es umgekehrt, können sie sich stattdessen noch verbreitern. Außerdem gilt: Weniger Rubbeln und dafür länger einwirken lassen, denn die Textilfasern werden durch Reibung stark strapaziert. Verwende beim Putzen ein helles und farbechtes Tuch, ansonsten verpasst du deinem Sesselbezug möglicherweise gleich noch einen neuen Farbanstrich. Zur regelmäßigen Auffrischung und Grundreinigung des Stoffs ist ein Dampfreiniger ideal. So wird dein Sesselbezug wieder porentief rein.

Wusstest du schon?

Auch handelsüblicher Rasierschaum kann zur Entfernung von Flecken aus Stoffpolstern verwendet werden. Einfach auf die verschmutzte Stelle auftragen und zehn Minuten einwirken lassen. Danach in Faserrichtung mit einer weichen Bürste ausbürsten.

Pflege von Kunst- und Mikrofaserbezügen

Oberflächen aus Kunstfasern wie Polyester oder Polypropylen solltest du vor der Reinigung mit einem Staubsauger absaugen oder einer weichen Bürste abreiben, um losen Schmutz zu entfernen. Anschließend besprühst du den Fleck (oder den ganzen Bezug) mit einem für Kunstfasern zugelassenen Mittel und reibst es mit einem weichen Tuch kreisförmig ein. Sofern der Reiniger nicht abgewischt werden muss, kannst du den Bezug nun trocknen lassen und später erneut abbürsten. Tierhaare lassen sich mit einem Fensterabzieher gut entfernen. Einfach über die Fläche fahren - fertig.

Bei Mikrofaserbezügen reicht es, wenn du den Sessel regelmäßig mit der Polsterbürste deines Staubsaugers absaugst. Das vermeidet auch speckige Sitzstellen. Bei Bedarf säuberst du den Bezug mit einem nebelfeuchten Lappen oder Schwamm. Als Zugabe eignet sich Spülmittel, Essig, Kernseife, Glasreiniger oder etwas Shampoo (immer sparsam dosiert). Wische beim Reinigen gegen den Strich und am besten über die komplette Fläche. Danach mit einem Tuch trockentupfen. Wenn du sehr kalkhaltiges Wasser hast, ist die Verwendung von destilliertem Wasser ratsam. Dann bilden sich keine Wasserränder. Hartnäckige Flecken kannst du versuchsweise auch mit einem Fensterreiniger behandeln. Ist diese Prozedur erfolglos, hilft wohl nur noch ein Spezialreiniger aus dem Fachhandel.

So reinigst du Velours und Mikrovelours

Die Verwendung von Hausmitteln ist bei Veloursstoffen sehr kritisch anzusehen, denn der falsche Reiniger kann deinen kompletten Bezug ruinieren. Beachte also unbedingt die Pflegehinweise des Sesselherstellers. Alltäglicher Schmutz und Krümel auf der Sitzfläche und in den Ritzen werden mit dem Staubsauger entfernt. Danach kannst du den Bezug mit einer weichen Bürste in Strichrichtung ausbürsten. Zum Putzen eignet sich warmes Wasser, bei Flecken mit Zugabe eines milden Reinigungsmittels, welches für Veloursstoffe zugelassen ist. Verwende dazu einen weichen Schwamm oder ein sauberes Tuch und nur so viel Wasser, wie unbedingt notwendig ist. Anschließend kannst du den nassen Bezug erneut in Strichrichtung ausbürsten.

Mikrovelours kannst du mit einer Polsterbürste pflegen und leichte Verunreinigungen vorsichtig mit einem angefeuchteten Tuch oder Schwamm abreiben. Verwende dafür möglichst destilliertes Wasser, damit später keine Wasserränder zurückbleiben. Für eine Grundreinigung kannst du etwas Feinwaschmittel im Wasser auflösen. Nach dem Auftragen einige Minuten einwirken lassen und mit einem sauberen, nassen Tuch abwischen. Anschließend trocken tupfen oder föhnen. Schon riecht dein Sessel wieder wunderbar frisch! Verzichte auf scharfe Reinigungsmittel, diese können dem Stoff schaden. Auf keinen Fall einen Haushaltsreiniger mit Chlor verwenden! Auch Trockenreinigungsmittel sind bei Mikrovelours ungeeignet.

Samtbezüge in neuem Glanz

Auf Samt sind Staub, Flecken oder Verfärbungen schnell sichtbar. Um Staubpartikel zu entfernen, brauchst du nur einen Staubsauger. Leichter Schmutz auf der Oberfläche löst sich oft mit einer weichen Bürste. Frische Flecken unbedingt sofort mit einem trockenen, saugfähigen Tuch abtupfen. Greife anschließend zu einem Polster- oder Teppichshampoo und trage es auf einen Lappen auf (nicht direkt auf den Samtstoff). Bearbeite den Fleck mit wenig Druck von außen nach innen. Danach mit einem feuchten Tuch entfernen. Für die Reinigung von eingetrockneten Verschmutzungen eignet sich eine Seifenlauge (Seife und Wasser mischen). Auf ein weiches Tuch auftragen, den Fleck mit der Lauge abtupfen und trocknen lassen. Danach mit einer weichen, trockenen Bürste in Faserrichtung abbürsten.

Echtleder und Kunstleder pflegen

Echtes Leder solltest du bei Kontakt mit Flüssigkeiten sofort vorsichtig abtupfen. Dabei nicht reiben! Hat sich bereits ein Fleck gebildet, ist es wichtig, einen Blick auf Hinweise des Herstellers zu werfen. Denn bei unsachgemäßer Reinigung kann sich Leder verfärben. Zur Fleckentfernung bei Glattleder brauchst du spezielle Lederreiniger oder alternativ Kernseife und destilliertes Wasser. Raue Lederarten wie Nubuk- oder Wildleder sind besonders wasserempfindlich. Hier kommt lediglich eine spezielle Wildlederbürste zum Einsatz. Ein- bis zweimal im Jahr solltest du den Sessel mithilfe eines Lederpflegemittels einer Grundreinigung unterziehen. Glattleder mag eine Behandlung mit Lederfett, Wildleder sollte regelmäßig imprägniert werden. Grundsätzlich darf das Material nicht zu viel Wärme und Sonne abbekommen, sonst kann die Oberfläche brüchig werden.

Oberflächliche Verschmutzungen auf Kunstleder lassen sich leicht mit einem feuchten Tuch abwischen. Eingetrocknete Flecken entfernst du mit etwas Spülmittel, Feinwaschmittel oder einem mildem Neutralreiniger. Wenn es schnell gehen muss, kannst du auch Babypflegetücher verwenden. Auf Reiniger mit Lösungsmitteln, Tensiden, Laugen oder Scheuerpartikeln solltest du bei Kunstleder verzichten.

Fazit

Verschmutzungen auf dem Sessel bleiben nicht aus. Doch mit der richtigen Reinigung und Pflege kannst du sehr viel dafür tun, dass der Bezug jahrelang toll aussieht. Vorher solltest du immer einen Blick auf die Herstellerhinweise werfen, denn nicht jedes Material verträgt jedes Putzmittel. Manchmal reichen auch ein Tuch und sauberes Wasser, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Da kann garantiert nichts schief gehen!

Entweder du unterziehst den Bezug einer Grundreinigung mit einem zugelassenen Reiniger oder du behandelst ihn mit Natronpulver. Dieses wird feucht oder trocken auf dem Sessel verteilt und über Nacht dort belassen, wo es die Gerüche neutralisiert. Am nächsten Tag absaugen.

Reibe eine kleine Menge Waschpulver mit einem feuchten Schwamm ins Polster ein. Danach mit einem anderen (ebenfalls feuchten) Schwamm oder Lappen gründlich abwischen, damit keine weißen Rückstände verbleiben. Sind trotzdem Reste im Bezug, kannst du diese nach dem Trocknen absaugen.

Hartnäckige Verschmutzungen kannst du mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser sozusagen heraussprudeln. Den Fleck damit befeuchten, mehrere Minuten einwirken lassen und anschließend mit einem saugfähigen Tuch abtupfen.

Gib vor der Reinigung ein paar Tropfen Wasser auf die Oberfläche des Leders. Wenn die Feuchtigkeit abperlt, kannst du es nass reinigen. Wenn das Leder die Flüssigkeit aufsaugt, darf dein Lappen höchstens nebelfeucht sein.

Hier kann ein Fleckenspray, ein Fensterreiniger oder Rasierschaum helfen (nicht bei Ledersofas). Mit einer Bürste bearbeiten und danach mit klarem Wasser abwischen.

Was ist die Summe aus 5 und 5?

Quellen

https://www.frag-mutti.de/thema/polster+reinigen
https://www.hausjournal.net/sessel-reinigen
https://wohnglueck.de/artikel/sofa-reinigen-tipps-39335
https://www.home24.de/ratgeber-welches-material-fuer-sessel/?gclid=EAIaIQobChMIgdv4lrDm9wIVTOJ3Ch1BKwzBEAAYASAAEgKfavD_BwE

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