Sessel für Seniorinnen und Senioren

Lesen, Fernsehen, Ausruhen, Schlafen… ältere Menschen verbringen viel Zeit im Sessel. Oft sogar mehr als sie wollen, zum Beispiel weil ihre Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist oder die Muskelkraft für langes Stehen nicht mehr ausreicht. Leider sitzen viele von ihnen in Sesselmodellen, die ihre individuellen Bedürfnisse nur unzureichend berücksichtigen. Das Hineinsetzen und wieder Aufstehen aus dem Sessel fällt schwer, die Rückenlehne ist zu niedrig, die Sitzfläche zu tief oder es fehlen haltgebende Armlehnen. Wir stellen dir Lösungen vor, bei denen das Sitzen zur Wohltat wird!

Inhaltsverzeichnis

Ein Platz der Erholung

Sessel für ältere Menschen müssen besondere Bedingungen erfüllen, denn im Alter machen sich vermehrt gesundheitliche Probleme bemerkbar. Spätestens, wenn das Sitzen Schmerzen verursacht, ist es Zeit für ein neues Modell. Ein seniorengerechter Sessel ist auf die Körperproportionen des Nutzers zugeschnitten und berücksichtigt gleichzeitig seine persönlichen Interessen. Dabei ist es im Alter besonders wichtig, den Körper ergonomisch zu unterstützen. Der Sessel sollte ein weiches Polster haben, an den richtigen Stellen Halt geben und die Anatomie des Rückens berücksichtigen. Somit ist auch längeres Sitzen oder das Einschlafen beim Fernsehkrimi kein Problem mehr.

Gute Unterstützung für Rücken und Beine

Für eine rückenentlastende Ruheposition sollte die Lehne des Sessels mindestens bis zu den Schultern reichen. Idealerweise ist zusätzlich eine separate, einstellbare Kopfstütze vorhanden. Die Rückenlehne kann bei vielen Sesseln manuell oder motorisiert verstellt werden. Senioren schätzen vor allem das Einstellen der gewünschten Sitz- oder Liegeposition per Fernbedienung. Eine Wipp- oder Federfunktion sorgt dafür, dass sich die Rückenlehne beim Anlehnen leicht nach hinten neigt. Das vermeidet eine starre Sitzposition. Bei Rückenproblemen ist auch ein Relaxsessel mit integrierter Lordosenstütze (Lendenstütze) hilfreich. Diese sollte sich individuell in der Wölbung einstellen lassen.

Auch die Beine mögen es komfortabel. Viele Seniorensessel verfügen über eine integrierte Fußablage, die sich manuell oder elektrisch aktivieren lässt. Um eine Überdehnung der Knie zu vermeiden, sollten die Beine beim Auflegen leicht angewinkelt sein. Wenn es keine Stützmöglichkeit am Sessel gibt, sollte zumindest ein Hocker für die Füße in Reichweite stehen.

Tipp

Bei einigen Sesseln ist die Einstellung einer sogenannten „Herz-Waage-Position“ möglich. Diese Funktion wurde ursprünglich für die Bedürfnisse von Menschen mit schweren und geschwollenen Beinen entwickelt, aber auch Menschen mit Rückenleiden profitieren davon. Dabei wird die komplette Sitzschale in eine liegende Position gebracht. Die leicht angewinkelten Beine liegen auf gleicher Höhe wie das Herz, sodass das Blut aus den Beinen entspannt zum Herzen zurückfließen kann.

Sitztiefe, Sitzhöhe, Sitzbreite und Sitzwinkel

Je niedriger und tiefer ein Sessel ist, desto mühsamer und kraftraubender ist das Aufrichten in den Stand. Daher ist die richtige Sitztiefe von besonderer Bedeutung für Senioren. Optimal ist diese, wenn beim Sitzen zwischen der Kante des Sessels und der Kniebeuge noch ein paar Zentimeter Platz sind. Die Sitzhöhe ist perfekt, wenn die Beine guten Bodenkontakt haben und die Knie dabei einen 90-Grad-Winkel bilden. Ein zu hoher Sitz kann die Beinnerven in den Oberschenkeln beeinträchtigen. Ist er zu niedrig, entsteht beim Sitzen ein Rundrücken.

Die Sitzbreite wird so gewählt, dass zwischen Becken und Armlehnen auf beiden Seiten eine senkrechte Handfläche Platz hat. Wichtig ist, dass die Arme noch bequem aufgestützt werden können. Insbesondere bei Menschen, die gerne lesen, sollten sich die Lehnen in direkter Reichweite befinden. Deren Höhe ist ideal, wenn die Arme im 90-Grad-Winkel aufgelegt werden können. Die Schultern hängen also weder nach unten, noch müssen sie nach oben gezogen werden. Auch ein rückengerechter Sitzwinkel wird häufig unterschätzt. Ideal ist eine Neigung zwischen 95 Grad und 105 Grad. Ist der Winkel zwischen Rückenlehne und Sitzfläche größer, sinkt der Körper zurück und die Unterstützung im Rückenbereich fällt weg. Das kann die Bandscheiben belasten.

Extras für zusätzlichen Komfort

Seniorensessel gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen. Armlehnen bieten Halt und Unterstützung beim Aufstehen, gerade wenn die Kraft fehlt oder die Bewegung eingeschränkt ist. Noch einfacher geht es jedoch mit einer elektrischen Aufstehfunktion/Aufstehhilfe. Dabei wird die Sitzfläche nach oben und nach vorne gekippt, sodass ältere Menschen mühelos aus dem Sessel gleiten können, ohne dabei herauszurutschen. Das gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Stürze können vermieden werden. Weiterer Vorteil: In der Aufstehposition kann leicht unter dem Sessel gesaugt und gewischt werden. Dafür muss das Möbelstück nicht einmal verschoben werden.

Einfach vom Wohnzimmer ins Esszimmer rollen? Ja, das geht! Ein fahrbarer Sessel ermöglicht älteren Menschen mehr Mobilität im Alltag. Er kann bei Bedarf zum Handarbeiten an den Tisch gerollt werden oder zum besseren Lesen vor die Fensterfront. Dafür gibt es bei vielen Modellen einen Schiebegriff am Rückenteil. Je nachdem, ob ein Hartboden- oder Teppichbelag in der Wohnung verlegt ist, sind verschiedene Rollenarten erhältlich. Das vermeidet auch störende Geräusche.

Für mehr Entspannung an kalten Tagen sorgt ein Sessel mit elektrischer Heizfunktion. Das kann eine Sitzheizung und/oder Rückenheizung sein. Die Wärme fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln und tut einfach gut! Entspannung auf Knopfdruck gibt es auch mit einem Massagesessel. Mit Luftkissen, Walzen, Rädchen oder Rollen werden die Muskeln im Rückenbereich bearbeitet, geknetet und gelockert. Viele Sessel verfügen über voreingestellte Programme in verschiedenen Intensitätsstufen für eine gezielte Massage von Problemzonen oder den ganzen Körper (etwa ein Shiatsu-Massageprogramm). Die Steuerung erfolgt elektrisch mittels Fernbedienung oder über Knöpfe am Sessel. Moderne Geräte arbeiten dabei leise und trotzdem effizient.

Fazit

Bei der Wahl des richtigen Sessels für Senioren spielen viele Faktoren eine Rolle. Ideal ist ein Modell, der sich sowohl zum Sitzen als auch zum Liegen eignet. Für größtmöglichen Sitzkomfort sorgen eine dicke Polsterung, eine ergonomisch geformte Rückenlehne mit Kopfstütze sowie eine bequeme Fußablage. Außerdem können Sessel mit Aufstehhilfe, Sitzheizung oder Rollen den Alltag von Seniorinnen und Senioren erleichtern und die Lebensqualität erhöhen. So wird das Sitzen im Sessel zum Wellnessprogramm für Körper und Seele.

Sessel für ältere oder pflegebedürftige Menschen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Optisch unterscheiden sie sich heutzutage kaum noch von herkömmlichen Wohnzimmersesseln. Für jeden Einrichtungsstil gibt es passende Modelle.

Für ergonomisches Sitzen benötigst du eine verstellbare Rückenlehne mit Unterstützung im Lendenbereich, einen optimalen Sitzwinkel und eine geeignete Fußablage.

Kunstleder ist ein pflegeleichtes Material. Verschmutzungen können einfach mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Eingetrocknete Flecken entfernst du mit etwas Spülmittel, Feinwaschmittel oder einem mildem Neutralreiniger. Notfalls geht es auch mit feuchten Allzweck- oder Babytüchern.

Bei einmotorigen Sesseln fährt beispielsweise die Fußstütze gleichzeitig mit der Liegeposition aus. Bei Sesseln mit zwei Motoren ist eine separate Fuß- und Rückenverstellung möglich. Die Sitz-, Ruhe- oder Aufstehposition kann also individuell eingestellt werden.

Bei leichter Inkontinenz sind wasserdichte und atmungsaktive Nanotex-Bezüge ideal. Ihre spezielle Struktur bietet Bakterien keinen Nährboden und macht sie sehr hygienisch.

Was ist die Summe aus 9 und 5?

Quellen

https://www.ergonomie-katalog.com/ratgeber/sessel-schlafen/richtig-sitzen-liegen-ruhesessel.php
https://www.pflegehilfe.org/pflegesessel

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