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Problemzonen perfekt kaschiert

Was ziehe ich bloß an? Selten gab es in den Modegeschäften eine so große Klamottenauswahl wie heute. Trotzdem tun sich viele Frauen schwer damit, gut sitzende und vorteilhafte Kleidungsstücke zu finden. Das sorgt für Frustration beim Shoppen. Dennoch ist schicke Kleidung keineswegs nur Frauen mit Modelmaßen vorbehalten. Für jede Figur gibt es den richtigen Schnitt!

Kleider machen Leute

Das zumindest behauptete der Schweizer Dichter Gottfried Keller in seiner 1874 erschienenen Novelle. Und es stimmt! Die äußere Erscheinung ist das Erste, was ein anderer Mensch von uns zu sehen bekommt. Neben Mimik und Gestik entscheidet also auch die Kleidung über unsere Außenwirkung. Wer sich wohl fühlt in seiner Haut, nimmt eine offene Körperhaltung ein, strahlt von innen und wirkt selbstsicher. Deshalb ist es wichtig, dass der Stil der Kleidung zu unserem Charakter und der Schnitt zur Figur passen. Doch was, wenn der eigene Körperbau nicht den typischen Idealmaßen entspricht? Kein Grund zu verzweifeln. Auch du kannst mit dem richtigen Outfit das Bestmögliche aus deinem Figurtyp herausholen.

Runder Po und füllige Hüfte

Kurven gehören zur weiblichen Figur dazu. Leider setzen sich die Fettpolster gerne an den falschen Stellen fest, etwa am Hinterteil oder auf der Hüfte. Dann heißt es, mit den richtigen Klamotten die Proportionen ins Gleichgewicht zu bringen. Die Kleidungsstücke dürfen die Figur locker umspielen, aber nicht zeltartig aussehen. Pullover und Shirts sollten mindestens Po-Länge haben, also nicht zu kurz geschnitten sein. Tuniken sind eine gute Möglichkeit, um Rundungen am Po zu verstecken, denn sie fallen locker über das Hinterteil. Auch ein längerer Cardigan versteckt nachteilige Wölbungen. Mit einem Hüftgürtel kannst du zusätzlich die Taille betonen. Trägst du gerne Röcke, ist ein Modell mit A-Linie eine gute Lösung.

 

Achte beim Kauf von Oberteilen mit Streifen drauf, dass sie vertikal oder diagonal verlaufen und möglichst schmal sind, denn Querstreifen können die Hüfte optisch verbreitern. Meide zudem glänzende Stoffe und wähle stattdessen matte Strukturen, denn Glanz trägt ebenfalls auf. Wenn die Farben des Outfits aus der gleichen Farbfamilie stammen, wirkt die Silhouette besonders stimmig.

Kleidungsstücke für große Oberweiten

Für die einen ein Wunschtraum, für die anderen eine Problemzone: Große Brüste. Statt sie zu verstecken, solltest du versuchen, dein Dekolleté gekonnt in Szene zu setzen. Figurnah, aber nicht zu eng, heißt die Devise. Fließende, weiche Stoffe umspielen die Brust und lassen sie im rechten Licht erscheinen. Oberteile mit V-, Herz- oder weitem Rundhalsausschnitt sind vorteilhafter als enge Krägen. Rollkragenpullis verkürzen den Hals und lassen die Brust größer wirken. Am Brustbereich sollte das Oberteil nicht auftragen, daher sind dicke Strickpullover und -westen, Volants, Rüschen und glänzende Stoffe ebenfalls ungeeignet. Lege die Betonung auf deine Arme und Beine, das lenkt vom üppigen Dekolleté ab. Auch ein Reißverschluss oder eine vertikale Knopfleiste schummeln optisch eine Körbchengröße kleiner.

 

Bei einer großen Oberweite ist ein gut sitzender BH wichtig. Wähle ein Modell mit festem Stoff und breiten Trägern. Das gibt der Brust eine schöne Form. Bei besonderen Anlässen kann auch ein sogenannter Minimizer-BH helfen, die Figur unter der Kleidung zu optimieren. Seine Schnittführung drückt den Busen leicht nach außen, wodurch er kleiner wirkt. Wenn du viel Sport machst, sollte der BH ein starkes Unterbrustband besitzen, damit er optimal stützen und das Gewicht auffangen kann.

Schlank-Effekt für stämmige Beine

Breite Oberschenkel lassen sich gut mit einem schön schwingenden Rock kaschieren. Der Stoff sollte nicht zu dünn und die Form leicht ausgestellt sein (A-Linie). Das Ende des Rocks sollte niemals an der stärksten Stelle des Beins enden, denn das zieht die Blicke an die falsche Stelle. Ein knielanger Rock ist für die meisten Menschen schmeichelhaft. Dazu passt ein schmal geschnittenes Oberteil. Bei Hosen wählst du am besten eine gerade Form. Enge Skinny-Jeanshosen können breite Schenkel betonen, denn alles was eng anliegt, macht optisch dicker. In dunklen Hosen wirken die Beine schmaler als in hellen. Eine Kombination aus schwarzer oder dunkelblauer Jeans mit einem hellen oder farbigen Oberteil ist ideal.

Kleiderkombis für kleine Menschen

Es gibt tatsächlich Kleidungsstücke, die dich größer mogeln können! Dazu gehören schmal geschnittene Jeanshosen mit hohem Bund (High-Waist-Hosen), taillierte A-Linien-Röcke und figurnahe Oberteile. Kombiniere verschiedene Textilien aus der gleichen Farbfamilie miteinander, dann wirkt dein Körper „wie aus einem Guss“. Auch wenn Elemente im Oberteil die Farbe der Hose oder des Rocks aufgreifen, lässt dich das größer erscheinen. Vermeide Hüfthosen, weite Blusen, wallende Kleider und große Prints. Sie stauchen die Silhouette. Mit den richtigen Schuhen kannst zusätzlich etwas schummeln. Flache Treter sind zwar unkompliziert und bequem, verkürzen aber optisch den Fuß und lassen kleine Menschen gedrungen aussehen. Ein kleiner (oder auch höherer) Absatz dagegen streckt das Bein. Voila, schon wirkst du größer! Bei flachen Sneakers und Ballerinas kannst du mit einer spitz zulaufenden Form das Bein optisch etwas verlängern.

Der geradlinige H-Körpertyp und die V-Figur

Bei der H-Form sind Schultern und Hüfte ungefähr gleich breit und es ist oft wenig Taille vorhanden. Das kann schnell maskulin wirken. Hier ist es wichtig, die weiblichen Formen zu betonen und einen Ausgleich zwischen Ober- und Unterkörper zu schaffen. Im Idealfall zaubert das Outfit noch ein paar Kurven dazu. Gute Kandidaten für diese Aufgabe sind taillierte Hosen, Mum-Jeans und Boyfriend-Modelle. Zwar passt der H-Typ auch in eng anliegende Jeans, doch das lässt den Oberkörper (mit wenig Taille und vielleicht etwas Bauch) umso voller erscheinen. Ideal sind auch A-förmige, feminine Röcke und fließende Kleider mit einer visuellen Unterbrechung im Hüftbereich. Beim Oberteil gibt es keine Einschränkungen. H-Typen können florale Muster, ausgefallene Waschungen, Raffungen, farbenfrohe Blusen mit Brusttaschen oder Spitzen-Shirts tragen. Gerne mit tiefem V-Ausschnitt, das betont das Dekolleté.

 

Beim V-Typ sind die Hüften schmaler als die Schulterpartie. Auch die Taille ist wenig ausgeprägt. Hier können dunklere Farben beim Oberteil in Kombination mit hellen Hosen den Unterschied ausgleichen. Auch farbige Jeans und ausgestellte Röcke oder Kleider lenken den Blick auf den schlanken Unterkörper. Vertikale Linien im Shirt, V-Ausschnitte und fließende Stoffe kaschieren breite Schultern, während Carmen-Ausschnitte, Spaghettiträger und steife Materialien die obere Körperhälfte ungewollt betonen. Auch Rollkragenpullis haben diesen Nachteil. 

Setze farbige Statements

Du liebst Farben? Trage ruhig ein knalliges Oberteil zur Jeans oder ein leuchtendes Shirt unter dem dunklen Blazer. Das setzt spannende Kontraste zu deinem Outfit. Teste jedoch vorher, ob dir der gewählte Farbton schmeichelt. Auch die Augen- und Haarfarbe fließen in die Entscheidung mit ein. Wenn du unsicher bist, kann die Schwester oder die beste Freundin als Ratgeberin hilfreich sein. Und falls dir ein ganzes Kleidungsstück als Farbtupfer zu viel ist: Auch auffällige Accessoires wie ein buntes Tuch, eine glänzende Kette oder eine farbige Tasche lenken die Augen auf das Schmuckstück und weg von der Problemzone. Setze aber stets nur einzelne Highlights und mische nicht zu viele Farben miteinander. Sonst wirkt es schnell unruhig.

Tipp

Diese Fashion-Basics gehören in jeden Kleiderschrank: Eine gut sitzende Jeanshose, eine helle und eine dunkle Strickjacke, ein klassischer Blazer, eine schöne Bluse, ein weißes T-Shirt, ein Lieblingskleid, eine zeitlose Handtasche, ein hochwertiger Gürtel und schwarze Schuhe. Das Ziel dieser Basics ist es, sie universell mit anderen Teilen kombinieren zu können.

Fazit

Es ist wichtig, sich in seiner Kleidung wohlzufühlen. Dafür sollte sie uns natürlich gut aussehen lassen. Mit ein paar einfachen Regeln im Hinterkopf stehst du ab sofort nicht mehr ratlos vor deinem Kleiderschrank, sondern lässt mit schmeichelnden Stoffen, vorteilhaften Schnitten und cleveren Farbkombinationen deine Problemzonen gekonnt verschwinden. Mit gezielt platzierten Details und Accessoires lenkst du den Fokus auf deine Vorzüge und sorgst für einen charismatischen Auftritt. Starte mit einem guten Gefühl in den Tag!

Für Halt und Unterstützung sorgen Modelle mit einem elastischen Unterbrustband und vorgeformten Cups. Bei Neckholder-Bikinis sollte das Trägerband möglichst breit sein. Gedeckte Farben lassen die Oberweite weniger üppig erscheinen.

Dunkle Farben absorbieren das Licht, wodurch die Fläche für das Auge ebenmäßiger erscheint als bei hellen Textilien. Konturen und Falten sind auf dunklem Untergrund nur schwer zu erkennen. Deshalb sind kleine Speckröllchen in schwarzer Kleidung weniger sichtbar.

Das sind spezielle Hosen, die durch eine besondere Schnitt- und Nahtführung die Silhouette des Körpers optimieren. Durch die spezielle Passform wirkt der Körper schlanker.

Die in den Klamotten angegebene Größe ist nur eine Zahl, die nichts darüber aussagt, ob ein Teil gut sitzt. Außerdem kann die Angabe je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen. Probiere deshalb alle Kleidungsstücke vor dem Kauf an und nimm sie nur mit, wenn sie wirklich passen und deine Figur vorteilhaft aussehen lassen.

Schlinge das Tuch um den Hals und lasse die Enden vorne lang herunterhängen. Das streckt den Oberkörper. Eine lange Kette hat denselben Schlank-Effekt.

Quellen

www.liebenswert-magazin.de/verschiedene-figurtypen-was-steht-meiner-koerperform-1080.html
www.fem.com/beauty-lifestyle/das-perfekte-styling-welcher-figurtyp-sind-sie
www.idee-fuer-mich.de/schoenheit-mode/mode-stilberatung/welche-kleider-passen-zu-welchem-figur-typ-9506.html
www.beauty-tipps.net/styling-tipps-fuer-problemzonen-diese-10-kleidungsstuecke-machen-sofort-schlanker
www.gerryweber.com/de-de/mode-ratgeber/figurtyp-berater

Kommentar von Susanne M. |

Ein weißes T-Shirt steht leider nicht jeder Frau. Grundsätzlich ist es so, dass diese Farbe nur zu kühlen Hauttönen passt. Wer hingegen einen warmen Hauttyp hat, sollte eher champagner- oder eierschalenfarbene Oberteile tragen.
Solltest du unsicher sein, welche Farben vorteilhaft für dich sind, hilft dir eine Typberatung weiter. Die gibt es zwar selten umsonst, doch diese Investition kann sich durchaus lohnen. Wenn du weißt, welche Farben dir wirklich stehen, vermeidest du künftig nervige Fehlkäufe. Dein Geldbeutel und dein Kleiderschrank werden es dir danken.

Quellen:
https://www.breuninger.com/de/editorial/farbberatung/farbtypen/
https://www.stylebook.de/fashion/sommerfarbe-weiss#h-welcher-weiss-ton-steht-welchem-typ

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