Soziale Netzwerke: Virtueller Treffpunkt im Internet

Social-Media-Plattformen und Messenger-Dienste werden von Millionen Menschen auf der ganzen Welt genutzt, um sich mit anderen Personen zu vernetzen und mediale Inhalte zu teilen. Die jüngere Generation kann sich ein Leben ohne Instagram, YouTube & Co. kaum mehr vorstellen. Aber auch Unternehmen sind zunehmend in den sozialen Netzwerken präsent. Dabei sind nicht alle Kanäle gleich. Wir sagen dir, wo du am besten Videos schaust, deine Fotos veröffentlichst oder berufliche Kontakte knüpfst!

Was ist ein soziales Netzwerk?

Kurz gesagt eine Online-Plattform, auf der du mit Freunden und Bekannten in Kontakt treten, Neuigkeiten erfahren, Bilder und Videos anschauen, sowie Informationen, Meinungen und Erfahrungen austauschen kannst. Die derzeit wichtigsten sozialen Netzwerke in Deutschland sind Instagram, Facebook, Twitter, TikTok, YouTube, XING, LinkedIn, Pinterest, WhatsApp, Snapchat und Telegram. Die Grundstruktur ähnelt sich bei einigen Diensten, dennoch gibt es spezifische Ausrichtungen bei Zielgruppe, Funktionalität und Inhalt. Bevor du startest, musst du bei den meisten Anbietern einen Account mit einem persönlichen Profil anlegen.

Facebook: Mit Menschen weltweit interagieren

Hier kannst du nach der Anmeldung alte Bekannte wiederfinden, mit Freunden kommunizieren, dich Interessensgemeinschaften anschließen, Umfragen starten, Inhalte kommentieren sowie persönliche Bilder, Videos und Texte veröffentlichen (bei Facebook heißt das „posten“). Wenn dir die Facebook-Seite eines Nutzers oder ein Beitrag besonders gefällt, kannst du auf „Gefällt mir“ oder „Like“ klicken (Daumen-hoch-Button). Der Beitrag taucht dann in deinem Account in einer Übersicht auf. Anstatt eine Seite zu liken, kannst du sie auch abonnieren. So werden dir regelmäßig Neuigkeiten angezeigt, ohne dass du dich öffentlich als Fan positionierst.

Instagram: Kommunikation mit Bildern

Bei dieser Plattform dreht sich alles um das Veröffentlichen und Teilen von Fotos und Videos. Auch eine Bildbearbeitungsfunktion gibt es. Mit „Instagram Stories“ können Nutzer mit kurzen Videos und Fotos eine Geschichte erzählen, die nach einem Tag automatisch gelöscht wird. Viele Stars und Influencer sind bei Instagram unterwegs. Deinen Lieblingen kannst du entweder „folgen“, also deren Account abonnieren oder einfach nur ihre Beiträge anschauen. Auch sogenannte „Hashtags“ sind bei Instagram weit verbreitet. Dabei handelt es sich um ein Schlagwort mit vorgesetztem Raute-Symbol (etwa #love). Ein Beitrag erhält dadurch eine thematische Zuweisung. So können Nutzer nach weiteren Inhalten oder Bildern suchen, welche mit dem gleichen Wort gekennzeichnet sind.

Twitter: Der Blogging-Dienst mit dem blauen Vogel

Der Name Twitter kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Gezwitscher“. Bei dieser Plattform kannst du über sogenannte „Tweets“ (Kurznachrichten mit begrenzter Zeichenzahl) in Echtzeit Informationen über aktuelle Themen erhalten und mit anderen Mitgliedern darüber diskutieren. Als Nutzer hast du einen eigenen Account, mit dem du selbst deine Meinung veröffentlichen und Beiträge kommentieren kannst. Hashtags ermöglichen es, einzelne Tweets miteinander zu verknüpfen.

YouTube: Beliebte Plattform für Videos

Bei YouTube handelt es sich um ein Portal für Amateur- und Profivideofilme. Firmen-Webinare, Produktrezensionen, Do-it-yourself-Anleitungen, Lernvideos oder lustige Katzenclips - hier ist einfach alles vertreten. Ein eigenes Benutzerkonto (YouTube-Kanal) ermöglicht es dir, selbst Videos hochzuladen, Kommentare zu posten und mit anderen Nutzern zu kommunizieren. Auch viele Influencer sind bei YouTube unterwegs, die mit ihren Videobeiträgen Werbung für Dienstleistungen oder Produkte machen.

TikTok: Unterhaltung mit kurzweiligen Videoclips

Das Portal ist vor allem bei jüngeren Menschen beliebt. Es werden selbstgedrehte Kurzvideos hochgeladen, in denen getanzt, gesungen oder Musik gemacht wird. Als Nutzer kannst du dir die Clips der anderen ansehen und selbst welche hochladen. Für die Bearbeitung der Videos stehen spezielle Filter und optische Spezialeffekte zur Verfügung. Außerdem ist es bei TikTok möglich, Textnachrichten zu versenden und Videoanrufe zu tätigen.

XING: Netzwerk für berufliche Kontakte

Hier geht es hauptsächlich um das Knüpfen beruflicher Kontakte. Die Plattform wird überwiegend im deutschsprachigen Raum genutzt. Registrierte Benutzer können ein Profil mit privaten Informationen, beruflichem Werdegang, Qualifikationen und Berufserfahrung anlegen. Dadurch können sie potenzielle Arbeitgeber finden, Jobangebote erhalten oder Gesuche einstellen. Wird eine Anfrage von der Gegenseite bestätigt, kommt der Kontakt zustande.

LinkedIn: Internationales Business-Netzwerk

Die Website besitzt ähnliche Funktionen wie XING. Auf LikedIn kannst du eine persönliche Profilseite erstellen und erhältst dadurch die Möglichkeit, dich international beruflich zu vernetzen. Du kannst Menschen mit ähnlich gelagerten Interessen ausfindig machen, Beziehungen aufbauen oder einen neuen Arbeitgeber finden. Auch Geschäftsleute nutzen LikedIn, um ihr Unternehmen zu präsentieren und mit Branchenpartnern zu kommunizieren. Neben der kostenfreien Basis-Version bietet LinkedIn den Nutzern verschiedene Premium-Mitgliedschaft an.

Pinterest: Digitale Inspirationsquelle

Pinterest ist eine Art virtuelle Pinnwand mit Bildern, Videos, Links, Textbeiträgen und Zitaten. Dabei geht es um Themen wie Partydekoration, Geschenkideen, Hobbys, Reisen, Wohnen, Garten, Heimwerken, Backen und viele mehr. Auch neue Trendprodukte werden auf Pinterest vorgestellt. Als angemeldeter Nutzer kannst du über ein Suchfeld gezielt recherchieren oder dich einfach nur von den Bildern und Videos inspirieren lassen. Interessante Inhalte merkst du dir auf deiner eigenen Pinnwand oder leitest sie an Freunde weiter. Ebenso ist es möglich, selbst Pins zu erstellen und mit anderen Nutzern zu teilen. In einem Kommentarfeld kannst du nützliche Tipps geben und deine Erfahrungen schildern.

WhatsApp: Texten ohne Ende

WhatsApp ermöglicht das Chatten in Echtzeit mit den im Smartphone hinterlegten Kontakten. Den Textnachrichten können animierte Bilder (GIFs), Videos, Fotos und andere Dokumente beigefügt werden. Außerdem sind Gruppenchats möglich. Der Ersteller einer Gruppe (Administrator) wählt dafür zunächst die Kontakte aus, welche der Gruppe hinzugefügt werden sollen. Nach dem Beitritt sind alle in der Gruppe veröffentlichten Nachrichten für jedes Mitglied sichtbar.
Das ist insbesondere zur Terminfindung und für organisatorische Absprachen von Vorteil. Die Gruppenunterhaltung dient aber auch Vereinen, Kollegen oder Familien zum Informations- und Meinungsaustausch. Weiterhin können über WhatsApp Anrufe und Videotelefonate über das Internet getätigt werden.

Snapchat: Fotos und Videos mit Ablaufdatum

Der Messenger-Dienst erlaubt seinen Nutzern den Austausch von Textnachrichten, Video-Botschaften und Fotos. Auch Gruppenchats sind möglich. So kannst du deinen Freunden direkt mitteilen, was in deinem Leben gerade passiert. Die selbstgemachten Bilder und Videos können mit Emojis und Effekten versehen oder mit Filtern bearbeitet werden. Das Besondere daran ist, dass du selbst entscheidest, wie lange dein „Snap“ für den Empfänger zu sehen ist. Das können wenige Sekunden oder mehrere Stunden sein (höchstens jedoch 24 Stunden). Danach wird dein Beitrag auf Snapchat automatisch gelöscht.

Telegram: Messenger-Dienst mit umfangreichen Funktionen

Bei Telegram können Nutzer Direktnachrichten an Freunde und Bekannte versenden sowie Fotos, Videos und andere Dateien austauschen. In Gruppenchats können sich die Mitglieder nicht nur schreiben, sondern auch Umfragen oder Statistiken erstellen. Es können News-Kanäle angelegt werden, um damit Nachrichten an Tausende Empfänger gleichzeitig zu versenden. Weiterhin ist die Eröffnung eines Sprachchats (Voice Chats) möglich. Einzelne Mitglieder können dem Chat jederzeit beitreten und ihn auch wieder verlassen. Eine Sprach- und Videotelefonie bietet Telegram ebenfalls an.

Social Media für Unternehmen

Viele der genannten Netzwerke werden von Unternehmen genutzt. Sie wollen mit ihrer eigenen Social-Media-Seite potenzielle Kunden ansprechen, die Bekanntheit des Produkts oder der Dienstleistung steigern, mehr Reichweite generieren und Markterkenntnisse gewinnen. Viele Firmen schalten dafür Foto- oder Videowerbung. Auch zur Kommunikation mit den Kunden und für die Veröffentlichung von Stellenanzeigen werden soziale Netzwerke genutzt. Welche Plattform dafür die richtige ist, hängt stark von der Zielgruppe und Unternehmensbranche ab.

Fazit

Die Welt vernetzt sich immer weiter. Soziale Netzwerke sind zum digitalen Treffpunkt für Menschen jeden Alters geworden. Dabei geht es nicht nur um das Veröffentlichen von Bildern und Videos, sondern auch um das Kommunizieren und Interagieren mit Freunden, Familienmitgliedern, Kollegen und Geschäftspartnern. Es ist anzunehmen, dass der Social-Media-Bereich in Zukunft weiter wachsen wird und den Menschen immer wieder neue Möglichkeiten eröffnet.

Die Benutzung ist in der Regel kostenlos. Für Premium-Mitgliedschaften oder die Freischaltung von bestimmten Funktionen können bei manchen Anbietern jedoch Gebühren anfallen.

Das sind Personen, die in den sozialen Medien eine starke Präsenz und einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Sie geben ihren Fans einen Einblick in ihr Leben, tanzen oder singen, zeigen ihre Hobbys, geben Lifestyle- oder Schönheitstipps, veröffentlichen ihre Meinung oder bewerben bestimmte Produkte (etwa Mode). Für Werbebeiträge erhalten sie ein Honorar oder werden von den Firmen am Umsatz beteiligt.

Die Nutzung von sozialen Netzwerken kann viel Zeit in Anspruch nehmen, zu einer Realitätsverzerrung führen und süchtig machen. Mit dem Anlegen eines Profils gibt man persönliche Informationen von sich preis. Cybermobbing und der Missbrauch von Bildern ist möglich. Außerdem können über soziale Medien Falschinformationen verbreitet werden.

Für Unternehmen und Arbeitssuchende im deutschsprachigen Raum ist XING eine gute Wahl. Für die internationale Jobsuche ist LinkedIn besser geeignet.

Das soziale Netzwerk Clubhouse bietet die Möglichkeit, virtuelle Unterhaltungen anderen Menschen zu führen (nur Ton). Diese finden in sogenannten „Räumen" statt. Für den Beitritt benötigst du eine persönliche Einladung eines angemeldeten Nutzers. Die Unterhaltung wird nach ihrem Ende auf der Plattform gelöscht.

Quellen

www.lmz-bw.de/medien-und-bildung/medienwissen/soziale-netzwerke/soziale-netzwerke-und-messenger-im-vergleich/#sources
www.schau-hin.info/grundlagen/snapchat-einfach-erklaert
https://de.wikipedia.org/wiki/Influencer
https://de.wikipedia.org/wiki/Xing_(soziales_Netzwerk)
https://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Netzwerk_(Internet)

Kommentar von Susanne M. |

Von all diesen Social-Media-Plattformen verwende ich eigentlich nur WhatsApp und YouTube regelmäßig, Xing gelegentlich, um mich über bestimmte Personen zu informieren, und seit kurzem auch Facebook – allerdings überwiegend aus beruflichen Gründen.
WhatsApp nutze ich am liebsten auf dem PC, weil ich die Computertastatur komfortabler finde. Mit der Multi-Geräte-Beta Version funktioniert die Messenger-App auf bis zu fünf Geräten gleichzeitig, sogar wenn das Smartphone ausgeschaltet oder offline ist.
Auf YouTube schaue ich mir hauptsächlich Musikclips und Videos zum Thema IT-Wissen an.
Was ich ein wenig verwunderlich finde an der Auflistung der sozialen Netzwerke ist das Fehlen von Portalen, die sich überwiegend an ältere Menschen richten.

Quelle:
https://www.basicthinking.de/blog/2021/11/09/whatsapp-web-multi-geraete-beta-erlaubt-nutzung-ohne-smartphone/
https://www.test.de/Soziale-Netzwerke-fuer-Aeltere-Gut-vernetzt-und-ueber-50-4190043-0/

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