Technik von heute einfach erklärt

Der technologische Fortschritt erleichtert unser Leben. Wir können in wenigen Sekunden mit dem Smartphone an der Ladenkasse zahlen, über Instagram oder Facebook unsere Urlaubsfotos mit Freunden teilen oder spannenden Geschichten in Podcasts lauschen. Gleichzeitig scheint das immer größer werdende Angebot viele Menschen zu verunsichern. Ihnen ist die moderne Technik zu komplex oder sie sind mit den neuen Trendbegriffen überfordert. Wir möchten dir Mut machen, die digitale Welt zu erkunden!

Mit dem Smartphone an der Kasse bezahlen

Das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy ist hygienischer als Bargeld und geht schnell. Außerdem haben die meisten Menschen das Smartphone sowieso ständig dabei, weshalb sich immer mehr Händler dazu entscheiden, diesen Service anzubieten. An den Kassen findest du dann das NFC-Logo mit dem Funkwellen-Symbol (NFC = Near Field Communication).

Voraussetzung ist ein Handy mit NFC-Chip. Ob dein Android-Smartphone NFC unterstützt ist, erfährst du in den Einstellungen. Unter „Verbindungen“ oder „Netzwerke“ sollte es eine Schaltfläche „NFC“ geben. iPhones sind ab Modellreihe 6 standardmäßig NFC-fähig. Um mit deinem Smartphone im Geschäft bezahlen zu können, musst du zunächst eine App installieren. Bei Android-Handys ist das die hauseigene Bezahl-App der Bank oder ein Anbieter wie „Google Pay“ mit hinterlegter Kontoverbindung. iPhone-Besitzer nutzen „Apple Pay“. Der Anbieter „Paypal“ bietet ebenfalls eine Bezahlfunktion an. Das Paypal-Konto wird dafür mit „Google Pay“ verknüpft.

Beim Bezahlvorgang öffnest du die entsprechende App und hältst das Smartphone mit ein paar Zentimetern Abstand an die NFC-Schnittstelle des Kassenterminals, bis ein optisches Signal auf dem Lesegerät erscheint oder ein akustisches Signal zu hören ist (zum Beispiel ein kurzes Piepsen). Bei Kaufbeträgen von mehr als 50 € kann zusätzlich eine PIN-Eingabe erforderlich sein. Beim Anbieter „Paypal“ wird an der Kasse ein QR-Code eingescannt, der dann die Zahlung in der App freigibt.

Tipp

Dein Smartphone ist nicht NFC-fähig? Einige Läden bieten Kunden-Apps an, die du für das Bezahlen nutzen kannst. Dafür wird ein QR- oder Strichcode an der Kasse eingescannt. Beachte aber, dass diese Apps Daten sammeln und du beim Bezahlen Informationen über dich preisgibst.

Online-Shopping mit Zahlungsdienstleister

Neben Lastschrift oder Zahlung auf Rechnung akzeptieren viele Online-Shops auch Dienstleister wie Paypal, Giropay, Amazon Pay oder Klarna für die Abwicklung der Zahlung. Für dich hat das den Vorteil, dass du dir die Eingabe deiner Kontodaten ersparst und bei vielen Anbietern mit dem sogenannten „Käuferschutz“ abgesichert bist. Wird die bestellte Ware trotz Zahlung nicht geliefert, kannst du damit dein Geld zurückbekommen. Bei einigen Anbietern entfällt auch das Eintippen der Lieferadresse, da diese beim Kassenvorgang schon vorausgefüllt wird. Nachteil: Teilweise erfährt der Zahlungsdienstleister, was du eingekauft hast. Dadurch wirst du zum gläsernen Kunden.

Bankgeschäfte von zu Hause aus tätigen

Viele Menschen haben mittlerweile einen Online-Banking-Zugang. Sie müssen keine ausgefüllten Überweisungsvordrucke mehr zum Schalter bringen, sondern können nun ganz bequem am Computer oder per Mobiltelefon ihre Geldgeschäfte erledigen. Kontostand prüfen, Zahlungen tätigen, Daueraufträge einrichten, mit Aktien handeln - all das ist möglich. Kontoauszüge werden dir digital zur Verfügung gestellt, sodass du sie auf deinem PC abspeichern kannst. Das spart Papier und Platz im Büroschrank. Wenn du ein Smartphone, einen Computer oder ein Tablet mit Internetzugang hast, kannst du dein Konto für das Online-Banking freischalten lassen. Nach der Beantragung bei der Bank werden dir die Zugangsdaten zugeschickt.

Möchtest du eine Überweisung per Online-Banking tätigen, brauchst du dafür eine TAN (Transaktionsnummer). Das ist eine Art Passwort mit mehreren Ziffern, welches dir vor dem Absenden der Überweisung per SMS auf das Handy geschickt wird. Die TAN kann aus Sicherheitsgründen jeweils nur einmal verwendet werden. Damit dir die TAN übermittelt werden kann, benötigst du ein Smartphone mit der Online-Banking-App deiner Bank. Es geht aber auch mit einem sogenannten TAN-Generator (kostenpflichtig). Bei manchen Banken kannst du statt mit einer TAN auch mit einer PIN (persönliche Identifikationsnummer) Geld überweisen und Aufträge freigeben.

Das Potenzial der Sozialen Netzwerke

Social Media-Plattformen werden von Millionen Menschen genutzt, um ihr Leben zu dokumentieren, Fotos zu teilen und mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten. Bei den meisten ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die wichtigsten Kanäle sind unter anderem Instagram, Facebook, Twitter, TikTok, YouTube, Vimeo, XING, Linked, Pinterest, Snapchat und Reddit.

Bei Instagram dreht sich alles um Bilder und Videos. Viele Stars und Influencer sind hier unterwegs. Du kannst deren Account abonnieren oder einfach nur ihre Beiträge anschauen. Auf Twitter bekommst du kurze Statusmeldungen über das aktuelle Weltgeschehen. Als Nutzer hast du einen eigenen Account, mit dem du Beiträge kommentieren und deine eigene Meinung veröffentlichen kannst. Bei Facebook kannst du Bilder und Links veröffentlichen, Kontakt zu Freunden halten oder mit fremden Menschen über verschiedene Themen diskutieren. Bei YouTube handelt es sich um ein Portal für Videofilme. Von Produktrezensionen und Do-it-yourself-Anleitungen über Webinare bis hin zu lustigen Katzenvideos ist hier alles vertreten. XING ist ein berufliches Netzwerk. Hier vernetzen sich Kollegen, Unternehmen und potentielle Arbeitgeber. Auch Linked konzentriert sich auf die Themen Beruf und Karriere.

Filme schauen wann du willst

Beim „Streaming“ kannst du über das Internet Filme und Serien anschauen oder Musik hören. Und das wann, wie oft und wie lange du willst. Das heißt, du musst nicht Punkt 20.15 Uhr vor dem Fernseher sitzen und verpasst auch keinen Filmanfang mehr. Voraussetzung ist ein Fernsehgerät mit Smart-TV. Alternativ kannst du ältere Geräte mit einem Multimedia-Stick aufrüsten (HDMI-Anschluss erforderlich).

Liegen die technischen Voraussetzungen vor, musst du noch ein Abo bei einer Streaming-Plattform abschließen. Bekannte Plattformen sind beispielsweise Netflix, Amazon Prime, Disney Plus, Maxdome oder Watchever. Das Filmangebot und die monatlichen Kosten variieren je nach Anbieter. Oft haben sie eigens produzierte Filme und Serien im Repertoire. Manche Portale bieten kostenlose Probewochen an.

Gute Unterhaltung mit Podcasts

Der Name Podcast setzt sich zusammen aus den Wörtern „iPod“ und „Broadcast“, was übersetzt so viel heißt wie „Audiosendung“. Du findest die Audiosendungen auf Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify oder Deaser. Es gibt aber auch Apps für das Handy, etwa Podcast Guru oder Podbean. Die Themen reichen dabei von Literatur, Musik und Promis über Umwelt und Gesundheit bis hin zu Politik und Nachrichtengeschehen. Auch die Länge der Hörerlebnisse variiert zwischen einigen Minuten und mehreren Stunden. Feste Sendezeiten sind jedoch Fehlanzeige, denn Podcasts kannst du jederzeit abspielen, wenn Zeit dafür ist. Sozusagen Allgemeinbildung für unterwegs!

Mit Videoanrufen in Kontakt bleiben

Videochats ermöglichen aus der Ferne die Kommunikation mit Verwandten, Freunden oder Geschäftspartnern. Voraussetzung für die Videotelefonie ist eine stabile Internetverbindung per WLAN oder mobiler Datenverbindung. Außerdem brauchst du ein Smartphone mit Frontkamera oder einen PC mit Mikrofon und einer Webcam (eine Videokamera, die Bildaufnahmen in Echtzeit über das Internet sendet). In neueren Notebooks oder PCs ist sie meist schon verbaut. Wenn nicht, kann eine externe Kamera nachgerüstet werden. Störende Rückkopplungen beim Ton vermeidest du mit einem Headset. Das ist eine Kombination aus Mikrofon und Kopfhörer.

Bei manchen Anbietern brauchst du für den Videoanruf eine entsprechende Software oder eine App, bei anderen kannst du die Videokonferenz mit einem Klick auf einen Button über deinen Internet-Browser starten. Die meisten Dienste wie Skype, Teams, Google Duo oder Jitsi Meet sind kostenlos. Es fallen nur die Gebühren für den Internet-Datentarif an. Im Videochat besteht die Möglichkeit, den Bildschirm mit anderen Teilnehmern zu teilen. Das ist von Vorteil, wenn du Dokumente oder Fotos zeigen willst.

Fazit

Sich mit der Technik von heute zu befassen lohnt sich. Du kannst Bankgeschäfte online erledigen, unabhängig vom TV-Programm Filme anschauen und informative Podcasts zu allen möglichen Themen hören. Und es wird in Zukunft immer mehr digitale Möglichkeiten geben, die unseren Alltag nachhaltig verändern. Trau dich dran teilzuhaben!

Wenn das Betriebssystem deines Handys immer auf dem aktuellsten Stand ist, bieten die Apps laut Stiftung Warentest eine hohe Sicherheit. Geht das Gerät verloren, solltest du das allerdings der Bank oder dem Finanzdienstleister melden.

Gib deine Zugangsdaten weder per E-Mail noch am Telefon heraus. Erledige Online-Banking-Geschäfte wenn möglich zuhause und meide öffentliche Internetzugänge. Damit du nicht auf eine gefälschte Internetseite gelangst, gib stets die direkte Webadresse deiner Bank ins Browserfenster ein.

Grundsätzlich ist es möglich, dass sich Hacker Zugriff auf deine Kamera verschaffen. Wer ganz sicher sein will, wählt bei externen Kameras ein Modell, das sich mit einem Schalter ganz abschalten lässt oder mit einer Lampe signalisiert, dass gerade aufgezeichnet wird. Bei fest verbauten Kameras kannst du deine Privatsphäre mit einer speziellen Webcam-Abdeckung schützen.

Wähle nach dem Öffnen der App die gewünschte Person aus und tippe neben dem Namen auf das Videosymbol.

Schickt dir jemand eine Geldbitte oder einen ungewöhnlichen Link, solltest du hellhörig werden. Gehe nicht drauf ein und klicke nicht auf den Link. Hake stattdessen beim angeblichen Absender nach.

Quellen

Zeitschrift „aktiv“ Nr. 9/2020
https://tipps.computerbild.de/internet/social-media/instagram-abonnieren-333863.html
www.test.de/Bezahlen-mit-dem-Handy-Zwoelf-populaere-Bezahl-Apps-im-Check-5537170-5537176
www.pcwelt.de/ratgeber/Videochat-mit-Skype-Gratis-telefonieren-1007544.html

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