Massagen, die Dir guttun

Zu einem Wellnessprogramm gehören aus zwei Gründen auch Massagen. Sie eignen sich, um Muskelverspannungen zu lösen und sind eine Wohltat für die Seele, denn Hautkontakt, Stoffwechselanregung und Entspannung wirken sich positiv auf die Psyche aus.


Mit einer Massage entspannen

Die Wirkung einer Massage ist verblüffend, denn sie lockert Verspannungen, die tief im Muskel sitzen. Ein Masseur bearbeitet solche verhärteten Muskelverspannungen selten, indem er diese mechanisch lockert. Vielmehr bearbeitet er die Haut und das darunterliegende Bindegewebe. Das führt zu einer besseren Durchblutung der Haut und der Muskulatur. Gleichzeitig wird der Zellstoffwechsel angeregt. Blutdruck und Pulsfrequenz gehen messbar runter und eine tiefe psychische Entspannung tritt ein. Der Körper produziert Hormone wie Endorphin und Oxytocin, die für Ruhe und Entspannung sorgen.

Geschickte Therapeuten lockern durch bestimmt Griffe Verklebungen einzelner Gewebeschichten. Du kennst sicher die Wirkung einer Wärmflasche bei Bauchkrämpfen. Die Wärme von außen gelangt nicht direkt bis zum verkrampften Darm, sondern bewirkt indirekt eine Entspannung, weil du durch Wärmezufuhr die Durchblutung anregst. Die Wirkung erfolgt auch bei einer Massage indirekt, weil sich Blutgefäße weiten und mehr Sauerstoff sowie Nährstoffe in die Muskeln gelangen.

Tricks, um Muskelverspannungen zu lösen

Ein Trick kann für eine schnelle, aber meist nur vorübergehende Entspannung der Muskulatur sorgen. Wenn du eine dauerhafte Lösung suchst, musst du dem Problem auf den Grund gehen. Der Dichter Christian Morgenstern soll gesagt haben, dass der Körper der Übersetzer der Seele ins Sichtbare sei. Folglich kannst du Muskelverspannungen lösen, wenn du Stress und Probleme abbaust.

Vielfach ist eine falsche Körperhaltung der Grund für verspannte Muskeln. Da häufig intuitiv eine Schonhaltung eingenommen wird, weil ein Muskel schmerzt, kann ein Trick, der die Muskelverspannung löst, der Anfang sein sein, das Problem dauerhaft zu beseitigen. Du musst aber künftig auf die richtige Haltung achten.

Eine Methode, die sehr schnell hilft, ist meist nur möglich, wenn eine zweite Person bei der Massage hilft. Bei Verspannungen verhärte sich oft betroffene Muskelstränge. Diese sog. Triggerpunkte sind deutlich spürbar. Es reicht oft schon, auf diese Punkte etwas Druck auszuüben. Dies löst ein lokales Zucken aus und der Knoten springt regelrecht auf. Da solche Verspannungen meist im Rücken auftreten, kannst du den Punkt selten selbst ertasten, um die sogenannte Druckpunktmassage, auch Triggerpunkt-Massage genannt, auszuüben. Im Nacken gelingt eine Selbstmassage meist gut.

Wer keinen Partner um eine Massage des Rückens bitten kann, sollte sich einen Massageigel anschaffen. Mit diesem Gummiball kannst du ganz einfach den Rücken massieren. Die Noppen regen die Durchblutung der Haut an, was wie bereits erwähnt Auswirkungen auf das tieferliegende Gewebe hat. Auch Massageauflagen oder Massagesessel sorgen rasch für Linderung.

Von Kopf bis Fuß eine Wohltat

Um dich durch eine Massage rund um wohlzufühlen, brauchst du eine Person, die dich massiert. Diese muss nicht unbedingt dein Partner sein, auch Freundinnen oder Freunde können sich ausgezeichnet gegenseitig massieren. Es besteht auch die Option, sich einen Profi ins Haus zu holen. Viele ausgebildete Masseure oder Physiotherapeuten bieten Massagen als mobile Dienstleistung an.

Sorge mit Entspannungsmusik und Düften für eine geeignete Atmosphäre, in der du dich von Kopf bis Fuß wohlfühlst. Wähle Musikaufnahmen von echten Instrumenten, denn elektronische Musik enthalt Frequenzen, die das Gehirn als stressig empfindet. Du musst keine speziellen Meditationsklänge einsetzen. Wähle langsame Musik, die dir gefällt.

Kerzen unterstützen die Atmosphäre durch angenehmes Flackern und warmes natürliches Licht. Mit Duftkerzen sorgst du gleichzeitig für einen angenehmen Duft im Raum. Dieser sollte nicht aufdringlich sein und mit dem Duft des Massageöls harmonieren. Bezüglich des Dufts ist weniger in der Regel mehr. Verzichte lieber auf Duftkerzen, wenn das Öl stark duftet. Wenn du mit Baby-Öl massierst, das fast geruchsneutral ist, dürfen die Kerzen einen etwas stärkeren Duft verbreiten.

Hinweis

Verwende als Unterlage eine weiche, abwaschbare Decke, die du auf einem Bett, einem Sofa oder dem Fußboden ausbreitest. Du willst dich sicher nicht über Flecken ärgern, die das Öl hinterlässt.

  • Verteile zu Beginn der Massage das Öl großzügig mit den Handflächen. Streiche in Kreisbewegungen über den Rücken des Partners. Erhöhe nach und nach den Druck, aber achte darauf, dass du keine Schmerzen verursachst.
  • Nach dieser Eingewöhnung knete die Haut sanft mit den Fingern und den Handballen, ohne sie zu quetschen. Finde einen angenehmen Rhythmus und wechsele zwischen Knetbewegungen und Streichen mit der Handfläche ab.
  • Klopfe zum Schluss mit den Handkanten oder leicht geöffneten Fäusten über den gesamten Rücken. Natürlich müssen auch die Schläge sanft erfolgen, denn sie sollen lediglich die Durchblutung anregen, niemals Schmerzen verursachen.

Nach etwa 30 Minuten der Entspannung fühlt sich der massierte Partner von Kopf bis Fuß ausgeglichen und entspannt. Nun tauscht ihr die Rollen und die/der andere lässt sich durch eine Massage verwöhnen.

 

Massageöle für sie und ihn

Frauen lieben in der Regel verspielte und blumige Düfte. Das Öl darf nach Jasmin oder Maiglöckchen riechen. Männer mögen eher Zitrus- oder Gewürzduft. Wenn geplant ist, dass ihr euch gegenseitig massiert, solltet ihr euch auf eine Duftnote einigen, die beiden gefällt. Bei der zweiten Massage hängt der Duft des Öls, das bei der ersten verwendet wurde, noch im Raum.

Besonders bei Paaren, die lange zusammen sind, hat die erotische Komponente der Beziehung oft stark nachgelassen. Nutze die Massage, um eine prickelnde Atmosphäre aufkommen zu lassen. Ein befriedigendes Sexualleben trägt immer zum Wohlbefinden bei. Viele Shops bieten hochwertige Massageöle an, die in dieser Hinsicht anregend wirken. Starte einfach einen Versuch.

Selbstmassage – so geht das

Nackenmassage

Du kannst dir selbst ohne Hilfsmittel den Nacken massieren. Häufig quälen einseitige Nackenschmerzen. Wenn du links Schmerzen hast, ist meist der Trapezmuskel verspannt. Greife mit der rechten Hand in den Muskel, der links vom Nacken zur Armkugel reicht. Bohre die Fingerkuppen sanft hinein und ziehe die Finger über die Schulter nach vorne. Wiederhole die Bewegungen einige Male, bis die Schmerzen nachlassen.

Anschließen greife mit den Fingern rechts und links von der Nackenwirbelsäule in den Muskeln. Zieh sie langsam nach vorne. Senke dabei den Kopf und lasse dann den Blick langsam nach oben schweifen.

Massage mit mechanischen Hilfsmitteln

Im Handel bekommst du eine Reihe von Stöcken, Haken oder Bögen, um Druck auf Triggerpunkte auszuüben. Dies ist nicht ganz einfach, da du die Verhärtungen in der Rückenmuskulatur nicht ertasten kannst.

Mit einem Igelball (Massageball), einer Hartschaumstoffrolle oder -kugel ist eine Selbstmassage des Rückens leicht. Du legst dich einfach auf das Hilfsmittel und bewegst den Rücken darüber. Alternative lehnst du an einer Wand und klemmst das Hilfsmittel zwischen dieser und deinem Rücken ein. Bewege den Oberkörper, ohne den Druck zu mindern auf und ab; hin und her.

Elektrische Massageauflagen, etwa Kissen, Sessel oder Geräte arbeiten über Vibrationen oder in dem sich Rollen im Inneren bewegen. Die Vibrationsmassage wird als angenehm empfunden, lockert aber Verspannungen nur geringfügig. Systeme mit Rollen werden als Shiatsu-Masagegeräte angeboten. Sie können sogar starke Verspannungen auflösen. Allerdings ist das Masieren manchmal schmerzhaft und kann auch zu einem Muskelkater führen.

Massagen fördern das Wohlbefinden. Sie sind daher ideal, um ein Wellness-Programm abzurunden. Besonders eine gegenseitige Partnermassage ist sehr beliebt, weil sie sowohl das erotische Interesse stimulieren kann als auch zu einer seelischen Harmonie des Paares beiträgt.

Es gibt unzählige Arten zu massieren. Die Techniken reichen vom Kneten und Streichen bis hin zum einfachen Drücken bestimmter Punkte oder dem Auflegen von warmen Steinen. Die Massage kann am ganzen Körper erfolgen oder umfasst lediglich das Gesicht, die Beine, die Füße oder den Rücken. Außerdem gibt es den Unterschied zwischen therapeutischen (medizinischen) und kosmetischen Massagen sowie solchen, die lediglich dem Wohlbefinden dienen.

Massagen regen die Durchblutung an, sorgen für den Abtransport von Schlacken und für eine bessere Versorgung der Zellen mit Nährstoffen. Alles zusammen sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen und den Abbau von Stresshormonen.

Das Massieren übt positive Reize auf das Körpergewebe aus, denn es stimuliert die Nerven in der Haut und im Bindegewebe. Dies löst eine Kettenreaktion in tiefer liegende Muskelschichten aus. Das führt zur Entspannung und regt die Produktion von Glückshormonen an.

Es handelt sich um eine Druckpunktbehandlung, die auf der Theorie basiert, dass jeder Nervenpunkt auf der Fußsohle mit einem Organ verbunden ist. Der Therapeut erkennt durch Betasten der Fußsohle, welcher Bereich im Körper Beschwerden hat. Durch Druck auf die Punkte kann er bestimmte Organe anregen. Die Massagemethode gehört in die Hand eines speziell ausgebildeten Masseurs. Experten Raten von Selbstanwendungen oder den Einsatz von Geräten, die automatisch eine Reflexzonenmassage ausüben, ab.

Sie bessern körperliche Beschwerden, die von Muskelverspannungen, Rücken- und Gelenkschmerzen und Sportverletzungen herrühren. Außerdem können sie Krämpfe und Bindegewebsverklebungen lösen. Sie dienen auch dem Aufbau der Beweglichkeit der Muskeln nach Lähmungen oder Unfällen. Da Massagen auch allgemein das Wohlbefinden heben, werden sie auch der Begleittherapie von psychischen Beschwerden eingesetzt.

Quellen

https://www.bodyzone.ch/massage-wirkungen
https://www.physio-harder.de/entspannung-durch-eine-klassische-massage/
https://www.sanasearch.ch/de/blog/artikel/massagen-warum-so-gut/
https://www.emotion.de/de/leben/massagemethoden-fuer-zuhause-6063

Auch interessant