Wellness zu Hause

Fitnessstudio, Spa, Sauna und sogar das Schwimmbad sind geschlossen und du sehnst dich nach einem Wellnesstag. Kein Grund darauf zu verzichten, denn Wellness geht auch zu Hause.

Was heißt eigentlich Wellness?

Eigentlich muss es heißen. „Was ist Wellness für dich?“, denn jeder verbindet mit dem Begriff andere Vorstellungen. Laut dem Wörterbuch „Wortbedeutung.info“ steht Wellness für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Dieses wird durch angemessene körperliche Betätigung, Entspannung und Ernährung erzielt.

Der Wellnessverband geht weiter und bezieht auch das soziale, ökologische und das gesamte Lebensumfeld ein. Es geht also dem Verband insgesamt um ein bewussteres Leben. Sicher ein sinnvoller Ansatz, aber wer lediglich regenerieren und Power tanken will, muss nicht gleich sein ganzes Leben verändern.

Allerdings solltest du dir konkrete Gedanken machen, was zu einer Verbesserung deines Wohlbefindens beiträgt. Wer körperlich gut durchtrainiert ist und sich gerne bewegt, wird ein Work-out schätzen. Meist stehen aber Ruhe und Entspannung ganz oben auf der Liste der Wünsche, wenn Mensch sich schnell besser fühlen wollen.

Endlich mal Power tanken

Der Alltag hat dich gefordert und du fühlst dich kraft- und mutlos. Bereits das morgendliche Aufstehen kostet dich fast mehr Kraft, als dir zur Verfügung steht. Es ist Zeit, dich zu verwöhnen und Kraft zu tanken.

Ein körperliches Training ist weniger geeignet, dir die fehlende Kraft zu geben. Mache jetzt nicht den Fehler und verfalle in Wellness-Stress. Du musst kein festes Programm absolvieren, um Power zu tanken. Lass es dir einfach gut gehen und mache einen Tag nur das, wozu du wirklich Lust hast. Lies ein Buch, gehe spazieren oder genieße ein langes, entspannendes Bad. Erlaubt ist alles, was gefällt, egal ob Yoga oder eine Tüte Chips, während du deine Lieblingssendung im Fernsehen verfolgst.

Das Spa im Badezimmer

Nahezu jeder Mensch verknüpft Wellness mit Wasser. Logischerweise spielt das Badezimmer eine große Rolle, wenn es um Wellness geht. Dieser Raum sollte zu einer Oase der Ruhe und Entspannung werden, also nicht ausschließlich der möglichst raschen Körperpflege dienen. Befasse dich daher ausgiebig mit der Gestaltung des Badezimmers. Dies betrifft die technische Ausrüstung die Dekoration und die Beleuchtung.

Selbst in einer Mietwohnung mit Dusche hast du die Möglichkeit, den Raum technisch aufzurüsten. Ein Massageduschkopf mit LED-Beleuchtung ist günstig und ermöglicht dir Massagen unter der Dusche. Im Eigenheim stehen dir weitere Optionen offen, beispielsweise der Einbau einer Dampfdusche oder eines Whirlpools statt einer herkömmlichen Badewanne.

Hinweis

Unter Umständen bekommst du im Rahmen des Programms „Altersgerechter Umbau“ sogar Fördermittel der KfW.

Die Beleuchtung im Bad ist von großer Bedeutung. Für ein Spa ist gedämpftes, warmweißes Licht angenehm. Oft herrscht im Badezimmer eher eine kühle und helle Beleuchtung vor. Du kannst entweder weißdynamische LED-Leuchten besorgen oder die vorhandene Beleuchtung beispielsweise durch Licht von LED Bänder oder Wandleuchten ergänzen und so leicht für Atmosphäre sorgen.

Das Badezimmer soll wohnlich und gemütlich wirken, aber du musst natürlich auch an die Hygiene denken. Ein flauschiger Wollteppich eignet sich kaum für diesen Raum. Kaufe Handtücher, Badezimmerteppiche, Fenster- und Duschvorhänge, die Dir gefallen. Laufe aber keinen Dekotrends hinterher. Heute gelten Bilder mit gestapelten Steinen und von Orchideenblüten als Sinnbild für ein Spa. Wenn dir solche Objekte gefallen und sie für dich persönlich eine entsprechende Botschaft vermitteln, dann schmücke dein Badezimmer damit. Sinnvoller sind Bilder, zu denen du einen echten positiven emotionalen Bezug hast.

Tipp

Wähle entsprechende Fotos aus und lasse sie in Acryl gießen, um sie vor Wasser und Dampf zu schützen.

Zu zweit entspannt regenerieren

Ganz oben auf der Wunschliste von Paaren steht der Wellnesstag zu zweit. Gleichgeschlechtliche Paare haben selten ein Problem zusammen zu regenerieren. Hier sind Heteros meist im Nachteil. Während Frauen von romantischen Klängen träumen, einem gemeinsamen Bad in der Wanne und ausgiebigen Gesprächen mit dem Partner, haben Männer eher andere Vorstellungen. Das starke Geschlecht genießt lieber einen Actionfilm bei einigen Flaschen Bier.

Der Satz: „Schatz lass uns einen Wellnesstag verbringen“, löst bei den meisten Männern einen Fluchtreflex aus. „Super, ich treffe mich mit Dieter und du machst mit seiner Frau Wellness“. So stellen sich die meisten Frauen den Tag nicht vor. „Sie“ sollte besser durch vorsichtige Bemerkungen in Erfahrung bringen, wie „er“ gerne regenerieren möchte. Eine große gemeinsame Planung bringt wenig, es ist besser, wenn die Dame des Hauses alles arrangiert und der Partner seine Traumvorstellung vom perfekten Tag unerwartet vorfindet. In der entspannten Stimmung ist er gerne bereit, spontan auf ihre Vorstellungen von Wellness einzugehen.

Das sind Erfahrungen mit Männern und Frauen, die über Jahrzehnte relativ rollenkonform gelebt haben. Natürlich gibt es auch Männer, die durchaus geneigt sind, ein duftendes Schaumbad zu genießen und Frauen, die lieber die Sportschau ansehen als einen Film von Rosamunde Pilcher. Wellness zu zweit gelingt naturgemäß besser, wenn beide Partner ähnliche Vorstellungen haben. Ansonsten muss einer von beiden zurückstecken und sich auf das einlassen, was der Partner anregt.

Wie du siehst, ist Wellness zu Hause eine gute Alternative, wenn du keine Gelegenheit hast, eine Spa-Einrichtung aufzusuchen. Betrachte es als Chance, dein Heim wohnlicher zu gestalten. Abgesehen davon hat ein Wellnesstag zu Haus große Vorteile, denn du kannst jederzeit spontan, ohne Planung und große Vorbereitung einen Tag zum Regenerieren einlegen.

Wohnräume werden zu Wohlfühltempel

Du hältst dich vermutlich deutlich länger im Wohnzimmer auf als im Badezimmer. Mache daher auch diesen Raum zu deinem Wohlfühltempel. Beginen damit ihn zu entrümpeln, denn oft haben sich über die Jahre verschiedene Kleinmöbel und Dekoobjekte angesammelt, die dem Raum unruhig wirken lassen. Klare Linien bringen Ruhe in den Raum, das heißt, einige größere Möbelstücke sind besser als eine Vielzahl von Minimöbeln, die du zu unterschiedlichen Zeiten angeschafft hast. Irgendwie passt nichts in dem Raum zusammen und Objekte, zu denen du einen großen emotionalen Bezug hast, gehen in der Masse unter. Behalte nur was du wirklich brauchst und setze geliebte Erinnerungsstücke gezielt in Szene. Etwa in einer beleuchteten Vitrine.

Nutze den gewonnenen Platz, um einen gemütlichen (Massage-)Sessel unterzubringen oder eine bequeme Liege, die zum spontanen Entspannen einlädt. Lege den Fokus darauf, dich ausschließlich mit Dingen zu umgeben, die dir ein gutes Gefühl vermitteln.

Der Name Spa rührt vom gleichnamigen Badeort in Belgien her. Der Begriff steht einerseits als Synonym für Wellness und andererseits für Institute oder Badeeinrichtungen, die ein Wellnessangebot haben.

Üblicherweise versteht man unter Wellness Entspannung durch aktive Übungen oder passive Massagen sowie ein leichtes körperliches Training. Meist gehören Anwendungen mit warmem oder kaltem Wasser (Thermalbad, Kneippkur) dazu sowie eine gesunde Ernährung.

Du kannst in der Regel sofort mit einem Wellnessprogramm zu Hause beginnen. Anschaffungen sind nicht unbedingt nötig.

Ein Tag in einem Wellnesshotel oder einem Spa ist ein umfassendes Erlebnis, das dich komplett aus deinem normalen Alltag löst. Hinzukommt, dass du im Spa bedient wirst und dich um nichts kümmern musst. Zu Hause bist du Badegast, Masseur und medizinischer Bademeister in einer Person.

Männer und Frauen haben meist sehr unterschiedliche Vorstellungen über eine angenehme Freizeitgestaltung und Wellness. Der Versuch, alles unter einen Hut zu bringen, löst Abwehrmechanismen aus. Beide Seiten meinen es gut, fühlen sich unverstanden und reagieren daher gereizt.

Quellen

https://www.wortbedeutung.info/Wellness/
https://www.wellnessverband.de/themen/wellness/index.php
www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)
https://www.geo.de/wissen/22301-rtkl-geschlechterforschung-wie-sich-frau-und-mann-unterscheiden-verblueffende

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