Weißer Hautkrebs – Risikofaktor Sonne

Ausgedehnte Sonnenbäder am Strand, Solariumbesuche gegen die Winterblässe: Wer seine Haut ungeschützt der UV-Strahlung aussetzt, erhöht damit das Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken. In Deutschland erkranken jährlich über 200.000 Menschen erstmalig an dieser Krebsart, Tendenz steigend. Welche Ursachen hat die Krankheit, wie wird sie behandelt und wie kann man dem weißen Hautkrebs vorbeugen?

Beschreibung

Nicht-melanotischer Hautkrebs, auch als heller oder weißer Hautkrebs bezeichnet, ist die häufigste Krebsart. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts RKI erkrankten im Jahr 2016 etwa 230.000 Menschen in Deutschland erstmalig an weißem Hautkrebs, für 2020 wird mit etwa 265.000 neuen Fällen gerechnet.

Weißer Hautkrebs umfasst das Basalzellkarzinom (veraltet Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom (veraltet Spinaliom). Beide Krebsformen wachsen relativ langsam und bilden nur selten Metastasen. Sie entwickeln sich vorwiegend an den sogenannten Sonnenterrassen des Körpers: Nase, Ohren, Nacken, Unterlippe, Hände und bei Männern mit Glatze auch auf der Kopfhaut. Die UV-Strahlung trifft senkrecht auf diese Hautbereiche, und sie sind häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt.

Das Basalzellkarzinom beginnt meist als kleiner, hautfarbener örtlich begrenzter Knoten, der sich unbehandelt zu einem großen Tumor auswachsen kann. An der Oberfläche können kleine Blutgefäße durchschimmern. Die meisten Patienten sind zwischen 50 und 60 Jahre alt, Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.

Ein Plattenepithelkarzinom ist nicht leicht erkennbar, da es stark unterschiedliche Ausbildungen hat. In einigen Fällen beginnt es als schuppige, gerötete oder bräunlich-gelbliche Hautveränderung, in anderen Fällen zeigt es sich als schorfige oder verkrustete, manchmal blutende Wunde. Es entwickelt sich aus einer Vorstufe, der aktinischen Keratose. Wird diese frühzeitig erkannt und behandelt, kann die Ausbildung eines Plattenepithelkarzinoms verhindert werden. Andernfalls kann sich ein Tumor ausbilden, der aggressiver als das Basalzellkarzinom wächst und im fortgeschrittenen Stadium Metastasen bilden kann. Die Betroffenen sind meist älter als 60 Jahre, Männer sind etwas häufiger als Frauen betroffen.

Wusstest du schon?

Als Ultraviolettes Licht, kurz UV-Licht, werden elektromagnetische Strahlen mit einer Wellenlänge von 100 bis 400 Nanometern (nm) bezeichnet. UV-A-Strahlen haben eine Wellenlänge von 315 bis 400 nm, sie dringen tief in die Haut und bräunen sie kurzfristig. Sie bieten jedoch keinen Schutz vor weiterer Sonnenstrahlung, schädigen die Haut und lassen sie vorzeitig altern. UV-B-Strahlen mit einer Wellenlänge von 280 bis 315 nm sorgen für die Bräunung der Haut und schützen damit vor weiterer Sonnenstrahlung.
Bei zu starker Einstrahlung kommt es zu Sonnenbrand. UV-C-Strahlung mit einer Wellenlänge von 100 bis 280 nm wird fast vollständig durch die Ozonschicht aus dem Sonnenlicht gefiltert.
Grundsätzlich schädigt UV-Strahlung das Erbgut der Hautzellen, sodass diese entarten und zu Krebszellen werden können. Intensive Sonneneinstrahlung im Kindes- oder Jugendalter kann noch Jahrzehnte später zu Hautkrebs führen.

Ursachen und Risikofaktoren

Weißer Hautkrebs ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen, wobei die Sonneneinstrahlung der größte Risikofaktor ist. Die UV-Strahlung des Sonnenlichts oder künstlicher Strahlungsquellen wie Solarium oder Phototherapie bergen ein erhöhtes Risiko für weißen Hautkrebs. Menschen mit einem hellen Hauttyp haben ein höheres Risiko an weißem Hautkrebs zu erkranken, da ihre Haut empfindlich auf UV-Strahlung reagiert. Das heißt jedoch nicht, dass die Sonne komplett gemieden werden sollte, denn sie ist für uns lebenswichtig: nur mit Hilfe der UV-B-Strahlung kann unser Körper das lebensnotwendige Vitamin D bilden. Wichtig sind ein entsprechender Schutz und eine begrenzte Aufenthaltsdauer in der Sonne. Ebenfalls ein erhöhtes Risiko haben Menschen, die häufig Kontakt mit Chemikalien wie Arsen und Produkten der Erdölverarbeitung haben. Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise wenn dieses nach einer Organtransplantation künstlich mit Medikamenten unterdrückt werden muss, gehören zur Risikogruppe.

Behandlung

Die meisten Tumore können ohne Probleme operativ entfernt werden. Um möglichst alle bösartig veränderten Zellen zu entfernen, wird der Tumor vom Hautarzt großzügig herausgeschnitten. Mit einer mikroskopischen Untersuchung des entnommenen Gewebes wird kontrolliert, ob die bösartigen Hautveränderungen ausreichend entfernt wurden, eventuell ist eine zweite Operation notwendig. Manchmal genügt auch ein Abschaben oder Vereisen des Tumors.
Ein an der Oberfläche gelegenes Basalzellkarzinom im frühen Stadium und eine aktinische Keratose können häufig auch mit einer Photodynamischen Therapie behandelt werden.
Dabei wird der betroffene Hautbereich mit sehr langwelligem Licht behandelt und so der Tumor zerstört. Bei einem sehr großen oder ungünstig gelegenen Tumor, der operativ nicht entfernt werden kann, wird eine Strahlentherapie angewendet. Dabei wird der Tumor mit energiereicher Röntgenstrahlung zerstört. Je nach Art und Größe des Tumors ist auch eine Lasertherapie möglich, oder, bei oberflächlichem weißem Hautkrebs, eine medikamentöse Therapie, in der der Wirkstoff als Salbe auf die Haut aufgetragen wird.

Krankheitsverlauf und Prognose

Der Verlauf der Krankheit hängt von der Art des Karzinoms ab. Das Basalzellkarzinom wächst nur langsam und bildet keine Metastasen in andere Organe. Unbehandelt kann das Karzinom in tiefere Gewebe eindringen und das umliegende Gewebe zerstören. Von 1000 erkrankten Patienten stirbt etwa eine Person an dem Tumor. Das Plattenepithelkarzinom ist aggressiver und zerstört nach und nach das umliegende Gewebe. Unbehandelt kann es sich im Körper ausbreiten und Metastasen in Lymphknoten und anderen Organen bilden. Die Erkrankung endet bei 40 bis 50 von 1000 Patienten tödlich. Bei beiden Krebsarten liegt die Rückfallquote bei 40 bis 50 Prozent innerhalb der folgenden 3 bis 5 Jahre, bei regelmäßigen Nachuntersuchungen können die neuen Tumore jedoch schnell entdeckt und behandelt werden.

Vorbeugung und Früherkennung

Einen sicheren Schutz vor weißem Hautkrebs gibt es nicht, es ist jedoch vernünftig, übermäßige UV-Strahlung zu meiden. Das bedeutet vor allem, sich nicht zu lange ungeschützt in der Sonne aufzuhalten und auf Solariumbesuche zu verzichten. Die Hautkrebs-Früherkennung richtet sich an Menschen ab einem Alter von 35 Jahren. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen ihren Versicherten alle 2 Jahre ein Hautkrebs-Screening, wo bösartige Veränderungen frühzeitig entdeckt werden können. Unabhängig davon, kannst du auch selbst auf Hautveränderungen achten und diese im Zweifelsfall ärztlich untersuchen lassen.

Wenn der weiße Hautkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, ist er selten lebensbedrohlich. Die beiden Formen Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom wachsen relativ langsam. Das Basalzellkarzinom bildet keine Metastasen, das Plattenepithelkarzinom erst im fortgeschrittenen Stadium. Bei frühzeitiger Behandlung können die Tumore vollständig entfernt und mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent geheilt werden.

Als weißer Hautkrebs wird der nicht-melantotische Krebs der Haut bezeichnet, in Abgrenzung zum schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Weißer Hautkrebs umfasst das Basalzellenkarzinom und das Plattenepithelkarzinom und wird hauptsächlich durch UV-Strahlung verursacht. Er tritt meistens im Gesicht, Kopf, Ohren und Nacken auf, also in den Bereichen, die besonders der Sonne ausgesetzt sind. Frühzeitig erkannt können die Hautveränderungen meistens vollständig entfernt werden.

Weißer Hautkrebs entsteht häufig auf den sogenannten Sonnenterrassen des Körpers: Nase, Ohren, Nacken, Unterlippe, Hände und bei Männern mit Glatze auch auf der Kopfhaut. Diese Bereiche sind häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt, und die UV-Strahlung trifft senkrecht auf. Beine und Oberkörper sind deutlich seltener betroffen.

In den meisten Fällen reicht eine Operation, um das entartete Gewebe zu entfernen. Anhand einer mikroskopischen Untersuchung des entnommenen Gewebes wird kontrolliert, ob das gesamte geschädigte Gewebe entfernt wurde, eventuell ist eine zweite Operation notwendig. Je nach Art, Lage und Größe des Tumors können alternativ oder zusätzlich Medikamente oder Bestrahlung zum Einsatz kommen.

Die beiden zum weißen Hautkrebs gehörenden Krebsarten sehen unterschiedlich aus. Das Basalzellkarzinom beginnt meist als kleiner, hautfarbener örtlich begrenzter Knoten, der sich unbehandelt zu einem großen Tumor auswachsen kann. An der Oberfläche können kleine Blutgefäße durchschimmern. Ein Plattenepithelkarzinom ist nicht leicht erkennbar, da es stark unterschiedliche Ausbildungen hat. In einigen Fällen beginnt es als schuppige, gerötete oder bräunlich-gelbliche Hautveränderung, in anderen Fällen zeigt es sich als schorfige oder verkrustete, manchmal blutende Wunde.

Fazit

Als weißer Hautkrebs wird der nicht-melantotische Krebs der Haut bezeichnet, er umfasst das Basalzellenkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Sie entwickeln sich vorwiegend im Gesicht, Nacken, Kopf und Ohren, also an den Bereichen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Die Ausbildung des Hautkrebses kann verschiedene Ursachen haben, wobei die UV-Strahlung des Sonnenlichts den größten Einfluss hat. Weißer Hautkrebs wird meistens operativ entfernt und kann mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent geheilt werden. Es gibt keinen sicheren Schutz vor weißem Hautkrebs, jedoch senkt die Vermeidung übermäßiger Sonnenstrahlung das Risiko einer Erkrankung stark.

Quellen

https://www.netdoktor.de/krankheiten/hautkrebs
https://www.apotheken-umschau.de/Hautkrebs
https://gesund.bund.de/weisser-hautkrebs
https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/krankheiten-a-z/weisser-hautkrebs-16920
https://www.gesundheitsinformation.de/weisser-hautkrebs.html
https://www.lifeline.de/krankheiten/weisser-hautkrebs-id44873.html
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/basalzellkarzinom.html

Entdecke jetzt!
A
A
A